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Der Marsrover "Curiosity" auf dem Roten Planeten.
Der Marsrover "Curiosity" auf dem Roten Planeten.

Auf dem Mars war Leben möglich: "Curiosity" wird fündig

Erfolg auf dem Mars: Seit August 2012 fährt der Forschungsroboter "Curiosity" über die Marsoberfläche. Nun hat er einen spannenden Fund gemacht, der einen Beitrag zur Frage nach Leben auf dem Roten Planeten leistet.

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Eine Gesteins-Analyse des Rovers "Curiosity" lässt nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa den Schluss zu, dass auf dem Mars einst mikrobielles Leben möglich war. "Wir haben eine einst bewohnbare Umgebung gefunden", sagte Nasa-Manager John Grotzinger. "Wir sind alle begeistert und sehr aufgeregt."

Wann genau der Mars für die mikroskopisch kleinen Lebewesen bewohnbar war und ob es sie tatsächlich gegeben hat, sei allerdings noch völlig unklar. "Ob das zur selben Zeit war, als auch die Erde schon bewohnbar war, können wir noch nicht sagen. Das alles müssen wir jetzt erforschen."

Die große Erkenntnis steckte in einer kleinen Schaufel Mars-Gesteinsstaub, die der Rover "Curiosity" Anfang Februar mit einem Bohrer aus einem Stein geholt hatte. In der Probe fand der Forschungsroboter mit Hilfe seiner Messinstrumente nach Nasa-Angaben unter anderem Spuren von Schwefel, Stickstoff, Phosphor und Kohlenstoff - alles chemische Stoffe, die bei der Entstehung von Leben eine wichtige Rolle spielen.

Wasser war offenbar trinkbar

"Eine fundamentale Frage dieser Mission war immer, ob auf dem Mars jemals Leben möglich war", sagte Nasa-Manager Michael Meyer. "Und soviel wir jetzt wissen, heißt die Antwort "Ja"."

An der Stelle, wo der Rover gebohrt hat, könnten einst Flüsse oder ein See gewesen sein. "Das Wasser an dieser Stelle war anscheinend so rein, dass wir es hätten trinken können, wenn wir dort gewesen wären", sagte Nasa-Manager Grotzinger. Die Stelle liegt nur wenige hundert Meter von dem Ort entfernt, wo "Curiosity" - der teuerste und technisch ausgefeilteste Mars-Rover überhaupt - im August vergangenen Jahres gelandet war.

Die Entdeckung sei "unglaublich", sagte Nasa-Manager John Grunsfeld. "Das ist schon so lange eine so große Frage der Wissenschaft und jetzt haben wir eine Antwort - und das so kurz nach Beginn der Mission, das ist einfach großartig."

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Quelle: n-tv.de

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