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Blitze können beeindruckend aussehen - aber auch tödliche Folgen haben.
Blitze können beeindruckend aussehen - aber auch tödliche Folgen haben.(Foto: imago/McPHOTO)
Donnerstag, 18. Mai 2017

Weltweite Bilanz: Das sind die tödlichsten Wetterkatastrophen

Hunderte oder sogar Tausende Todesopfer - so lautet die Bilanz vieler Wetterkatastrophen. Meteorologen haben jetzt im Detail erfasst, bei welchen Ereignissen weltweit besonders viele Menschen ums Leben kamen. Aber was soll diese Zählung bringen?

Die Wetterkatastrophen mit den meisten Todesopfern weltweit: Die Weltwetterorganisation (WMO) hat ihre Archive durchforstet und solche Ereignisse nun offiziell registriert. Bei dem tödlichsten je registrierten Hagelsturm kamen demnach im April 1988 in Indien 246 Menschen ums Leben. Die Menschen seien von Hagelkörnern so groß wie Apfelsinen erschlagen worden. Der weltweit fatalste Blitzschlag mit 21 Toten habe sich im Dezember 1975 im heutigen Simbabwe (damals Rhodesien) ereignet.

US-Helikopter während eines Hilfseinsatzes nach Zyklon "Sidr" in Bangladesch (2007).
US-Helikopter während eines Hilfseinsatzes nach Zyklon "Sidr" in Bangladesch (2007).

Bisher hielt die WMO vor allem Temperatur- und Wetterrekorde fest. Sie listet in ihrem neuen Bericht drei weitere Wetterphänomene mit den höchsten Opferzahlen auf: Bei einem Zyklon starben noch nie so viele Menschen wie im November 1970 in Bangladesch, damals Ostpakistan: 300.000 kamen durch den "Great Bhola"-Zyklon um. Zyklone werden die tropischen Wirbelstürme im Indischen Ozean und im südlichen Pazifischen Ozean genannt. Der tödlichste Tornado passierte im April 1989 ebenfalls in Bangladesch: Er schlug im Distrikt Manikganj eine 1,5 Kilometer breite Schneise der Verwüstung und riss 1300 Menschen in den Tod.

Der Blitzschlag mit den höchsten indirekten Opferzahlen wurde im November 1994 in Ägypten erfasst. Dort kamen 469 Menschen um. Bei einem schweren Unwetter mit Überschwemmungen setzte ein Blitzeinschlag drei Tanks mit Flugbenzin und Diesel in Brand. Die Tanks hatten auf Schienen gestanden, die durch eine Flutwelle fortgerissen wurden. Die Wassermassen spülten das brennende Benzin in ein Dorf.

Ziel: aus den Katastrophen lernen

"Der Verlust an Leben darf nie aus den Augen verloren werden", sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Ziel sei, aus den Katastrophen mit einer hohen Zahl von Toten zu lernen, um ähnliche Desaster in Zukunft besser verhindern zu können.

Beim Jahrestreffen der WMO in Genf wurde zudem nachdrücklich die Bedeutung der meteorologischen Dienstleistungen für den Luftverkehrssektor betont. Denn die Luftfahrt sei der wetterempfindlichste aller Wirtschaftssektoren. Der Flugverkehr verdoppele sich alle 15 Jahre - Luft-Sicherheit sei daher wichtiger denn je.

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Quelle: n-tv.de

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