Freitag, 07. April 2006
Gefährliches Passivrauchen: Diabetes-Risiko verstärkt
Passivraucher weisen US-Forschern zufolge ein erhöhtes Risiko auf, an einer Vorstufe von Diabetes zu erkranken.
Wie die Wissenschaftler mitteilten, haben zwar Raucher mit einem 22-Prozent-Anteil die größte Gefahr einer Erkrankung an Glucose-Intoleranz. Gleich danach kämen jedoch mit einem Anteil von 17 Prozent die Passivraucher. "Wir haben passives Rauchen von Tabak als einen neuen Risikofaktor bei Glucose-Intoleranz identifiziert", fasste Thomas Houston vom Birmingham Veterans Affairs Medical Center im US-Bundesstaat Alabama die Ergebnisse zusammen.
Menschen mit Glucose-Intoleranz leiden unter erhöhtem Blutzuckergehalt. Sie produzieren zwar noch das blutzuckersenkende Insulin - aber nicht genug, um den Glucoseanteil im Blut effizient zu regulieren.
Die Wissenschaftler hatten über einen Zeitraum von 15 Jahren mehr als 4.500 Frauen und Männer in vier Großstädten der USA untersucht. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin "British Medical Journal" veröffentlicht. Sie zeigen auch, dass Nichtraucher, die nicht den Rauch anderer Menschen inhaliert hatten, mit einem 12-Prozent-Anteil am wenigsten gefährdet sind. Darauf folgen ehemalige Raucher mit 14 Prozent. Ein weiteres Ergebnis der Studie lautet, dass Weiße generell anfälliger sind als Afroamerikaner.
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