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Beim Start verlief noch alles planmäßig. Dann verzögerten technische Probleme den Flug.
Beim Start verlief noch alles planmäßig. Dann verzögerten technische Probleme den Flug.(Foto: AP/dpa)

Einen Tag später als geplant: "Dragon" erreicht ISS

Die Erleichterung auf der Erde und im All ist groß: Mit einem Tag Verspätung dockt der private Raumfrachter "Dragon" an die ISS an. Probleme direkt nach dem Start hatten den Flug verzögert.

Nach einigen technischen Problemen ist der unbemannte private Raumtransporter "Dragon" mit einem Tag Verspätung an der Internationalen Raumstation ISS angekommen. Die derzeitige Besatzung der ISS habe "Dragon" mit einem Roboterarm aufgegriffen, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Ursprünglich hätte der Transporter sein Ziel bereits am Samstag erreichen sollen, hatte jedoch Probleme an den Antriebsdüsen.

Der Roboterarm ergriff "Dragon" nach Angaben der NASA um 11.31 Uhr MEZ, als die ISS sich über der Ukraine befand. Das Manöver wurde vom derzeitigen ISS-Kommandanten Kevin Ford und seinem Kollegen Tom Marshburn ausgeführt. Anschließend sollte "Dragon" mit Kameras von außen aufmerksam geprüft und schließlich zum Andockpunkt manövriert werden. Der Transporter bringt der ISS-Besatzung - zwei US-Astronauten, drei Russen und ein Kanadier - 544 Kilogramm Material, darunter Lebensmittel und wissenschaftliche Ausrüstung.

"The Dragon is ours!"

Auf der ISS herrscht Erleichterung über die Ankunft des Transporters. "The Dragon is ours!" twittert der kanadische Astronaut Chris Hadfield von der ISS, als der Frachter die Raumstation erreicht.

Eine "Falcon 9"-Rakete hatte den Raumtransporter des privaten Unternehmens SpaceX am Freitag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in die Erdumlaufbahn gebracht. Nach dem Abkoppeln von der Trägerrakete kam es aber zu technischen Problemen an drei der vier Antriebsdüsen von "Dragon". Erst nach einigen Stunden konnte das Problem behoben werden.

Trotz der verspäteten Ankunft an der ISS wird die Planung für den Rückflug von "Dragon" nicht geändert. Der Transporter soll am 25. März wieder auf der Erde landen. Dabei soll er eine Tonne Material, darunter die Ergebnisse medizinischer Experimente, von der ISS mitbringen.

Die SpaceX-Raumkapsel ist zurzeit die einzige Möglichkeit, Fracht von der ISS zur Erde zurückzubringen. Der private Raumtransporter hatte im Mai vergangenen Jahres erfolgreich seinen ersten Testflug zur ISS absolviert. Im Oktober fand der erste Versorgungsflug statt - SpaceX schrieb damals mit der ersten privaten Transportmission zur ISS Raumfahrtgeschichte. Insgesamt zwölf dieser Versorgungsmissionen sind vorerst geplant.

SpaceX gehört dem Milliardär Elon Musk, dem Mitbegründer des Internet-Bezahlsystems Paypal. In drei oder vier Jahren will SpaceX auch bemannte Missionen ins Weltall starten. Ein entsprechender Kooperationsvertrag mit der NASA wurde bereits abgeschlossen.

Quelle: n-tv.de

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