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Letzte Flugbahn der beiden Sonden
Letzte Flugbahn der beiden Sonden(Foto: REUTERS)

Nasa-Projekt ist beendet: Ebb und Flow krachen auf Mond

Mit etwa 6000 Kilometern pro Stunde zerschellen die beiden Nasa-Forschungssonden Ebb und Flow auf dem Mond. Doch der Aufprall ist keine Panne der Raumfahrtbehörde, er ist auf lange Hand geplant. Projektleiter Lehman ist dennoch traurig.

Die Zwillingssonden Ebb und Flow - zu Deutsch: Ebbe und Flut - der US-Raumfahrtbehörde Nasa sind planmäßig auf der Oberfläche des Mondes zerschellt. Die knapp waschmaschinengroßen Sonden des Grail-Projekts hatten fast ein Jahr lang den Erdtrabanten erkundet, ehe sie gegen 23.29 Uhr MEZ im Abstand von nur wenigen Sekunden mit einer Geschwindigkeit von etwa 1,7 Kilometern pro Sekunde, das sind etwa 6050 km/h, auf einem kleinen Berg des Mondes nahe dem Goldschmidt-Krater auftrafen. "Es ist ein ziemlich trauriger Tag für mich", sagte Projektleiter Dave Lehman wenige Minuten vor dem Aufprall der beiden Sonden.

Die Roboter-Zwillinge waren für ein letztes Experiment nochmals auf Vollgas geschaltet worden, um den restlichen Treibstoff in ihren Tanks zu verbrennen. So können die Wissenschaftler noch Informationen über effizienteren Treibstoffeinsatz bei künftigen Missionen sammeln.

Ebb und Flow hatten den Erdtrabanten seit Jahresbeginn umrundet und Daten über dessen innere Struktur und Zusammensetzung gesammelt. Unter anderem haben sie unterirdische Kanäle entdeckt, die mit erstarrtem Magma gefüllt sind. Dank ihnen wissen Forscher nun auch, dass die Mondkruste etwa so dick ist wie die kontinentale Erdkruste. Zudem haben die Zwillingssonden der Grail-Mission eine hochauflösende Karte des Schwerefeldes des Mondes erstellt. "Ebb und Flow haben einen Schleier gelüftet, der vor dem Mond hing", sagte die leitende Forscherin der Mission, Maria Zuber.

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Quelle: n-tv.de

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