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Hochzeit verändert Konsumverhalten: Ehemänner trinken weniger

Nach Scheidungen trinken Frauen und Männer viel mehr.
Nach Scheidungen trinken Frauen und Männer viel mehr.(Foto: dpa)

Verheiratete Männer trinkennach einer Studie weniger als ledige. Bei den Ehefrauen ist es genau umgekehrt -allerdings sei die Zunahme nur geringfügig. Das haben US-Forscher bei der Analyseverschiedener Studien mit insgesamt mehr als 5000 Teilnehmern herausgefunden.

Verheiratete Frauen konsumiertendemnach auch mehr Drinks als langzeitgeschiedene oder kürzlich verwitwete. Eineder Ursachen sei, dass viele mit einem Mann zusammengelebt hätten, der mehr Alkoholgetrunken habe als sie, vermuten die Wissenschaftler unter Leitung von Corinne Reczekvon der Universität von Cincinnati. Sie wollten ihre Ergebnisse beim 107. Treffender American Sociological Association (Asa) in Denver präsentieren, das endet.

Nach Scheidungen wird es oft gefährlich

Bei Männern drossele eineEhe den Alkoholkonsum hingegen. "Sie trinken die wenigsten Drinks, verglichenmit Singles, geschiedenen und verwitweten Männern", heißt es in einer Pressemitteilungder Fachgesellschaft. Die Untersuchung basiert auf Daten aus der Wisconsin LongitudinalStudie (WLS) und auf Interviews aus älteren Studien. Für die WLS wurden 2439 Männerund 2866 Frauen zwischen 1957 und 2004 insgesamt viermal befragt. Zwei weitere kleineStudien umfassen insgesamt 120 Interviews aus den Jahren 2003 bis 2010. Die Forscherschätzten den Alkoholkonsum anhand der Anzahl der Drinks, die die Testpersonen ineinem Monat getrunken hatten.

Sie meinen aber auch: Männer haben öfter ernsthafte Alkoholprobleme als Frauen. Besondersgefährlich wird es offenbar nach Scheidungen, wenn beide Seiten ihren Kummer inAlkohol ertränken. Männer trinken kurz danach wesentlich mehr als in der Ehe. Undgeschiedene und getrennt lebende Frauen erkranken insgesamt sehr viel häufiger anAlkoholsucht als verheiratete Frauen.

An der Untersuchung warenForscher mehrerer US-Universitäten beteiligt. Konkrete Zahlen zum Alkoholkonsumnannte die Fachgesellschaft in ihrer Mitteilung nicht.

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Quelle: n-tv.de