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Montag, 27. April 2009

Verfahren für Grippeimpfstoffe: Erzeugung dauert zu lange

Der Ausbruch der Schweinegrippe mit Dutzenden Toten hat Regierungen und Gesundheitsbehörden weltweit alarmiert. Im Folgenden einige Fakten über Grippeimpfstoffe.

* Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die US-Behörde für Seuchenkontrolle (CDC) haben Proben des neuen Stamms des Schweinegrippe-Virus H1N1 isoliert, um sie zur Entwicklung eines Impfstoffs an industrielle Produzenten weiterzugeben.

* Die Viren müssen in speziell präparierten Hühnereiern heranreifen, bevor sie als Grundlage für Impfstoffe verwendet werden können. Dieser Prozess dauert mehrere Monate.

* Mehr als 20 Firmen weltweit stellen Impfstoffe her, darunter Großunternehmen wie Sanofi Pasteur, GlaxoSmithKline, Novartis, und AstraZeneca.

* Experten sind einhellig der Ansicht, dass die gegenwärtigen Verfahren zur Herstellung von Impfstoffen zu langwierig und nicht mehr zeitgemäß sind. Bis zur Reife neuer Verfahren wird es aber wohl noch mehrere Jahre dauern.

* Nach ersten Tests gewährt die gegenwärtig in den Impfstoffen verwendete H1N1-Komponente keinen Schutz gegen den neuen Stamm.

* Nach Berechnungen der Beratungsfirma Oliver Wyman benötigen die Hersteller von Impfstoffen im Falle eines Ausbruchs einer Pandemie bis zu vier Jahren, um die benötigte Menge an Impfstoffen herzustellen. Allerdings wird mit einer deutlich höheren Produktions-Kapazität durch technologische Verbesserungen bis zum Jahr 2014 gerechnet.

* Im Augenblick beträgt die weltweite Nachfrage nach Grippe-Impfstoff 500 Millionen Einheiten pro Jahr.

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