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Dienstag, 21. April 2009

Lernfähiger Nektarvogel: Fliegen wie ein Kolibri

Ein Vogel in Südafrika hat gelernt zu fliegen wie die Kolibris in Amerika. Damit macht sich der Malachit-Nektarvogel (Nectarinia famosa) den aus Südamerika eingeschleppten Blaugrünen Baumtabak (Nicotiana glauca) als neue Nahrungsquelle zunutze. Das berichtet Sjirk Geerts von der Stellenbosch-Universität im südafrikanischen Matieland.

Die frei hängenden Blüten des Tabaks kann nur erreichen, wer in der Luft davor stehen bleibt. Das gelingt den Nektarvögeln inzwischen bis zu 30 Sekunden lang, ergänzt Geerts. In Regionen, in denen mehr eingeschleppte Tabakpflanzen mit ihren langgestreckten Blüten wachsen, gibt es mittlerweile auch mehr von diesen Vögeln. Auch in der alten Heimat werden die Blüten von Kolibris bestäubt, die tief in die Blüten eindringen können.

Kolobris sind meist kleine, schillernd gefärbte Vögel, die nur in Amerika heimisch sind. Ihr Stoffwechsel ist auf Höchstleistung getrimmt, damit sie bis zu 50 Mal in der Sekunde mit den Flügeln schlagen können, um wie ein Hubschrauber auf der Stelle zu bleiben, um den Schnabel in die Blüten zu stecken. Pflanzen, die vom Malachit-Nektarvogel besucht wurden, produzierten bis zu dreimal mehr Samen, berichtet Geerts zudem.

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