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Andreas Kipp von der Uni Bielefeld verpasst Roboter "Flobi" eine rote Haartracht.
Andreas Kipp von der Uni Bielefeld verpasst Roboter "Flobi" eine rote Haartracht.(Foto: dpa)

Bald kommt der Roboter-Butler: Forscher tüfteln an "fürsorglicher Wohnung"

Wäre es nicht schön, wenn mal jemand die Socken aufsammelt oder die Hausschuhe bringt? Was schon reichlich Stoff für Schüleraufsätze war, soll tatsächlich Realität werden. Und mehr noch: Bald könnte ein Roboter Pflegedienste übernehmen.

Noch zwei Jahrzehnte könnte es dauern, bis der Roboter ein nützlicher, robuster und selbstverständlicher Helfer im Alltag ist.
Noch zwei Jahrzehnte könnte es dauern, bis der Roboter ein nützlicher, robuster und selbstverständlicher Helfer im Alltag ist.(Foto: dpa)

Forscher der Universität Bielefeld arbeiten an der Entwicklung einer "fürsorglichen Wohnung". Kernstück ist ein Roboter, der am Ende des Forschungsprojekts lernen und flexibel auf neue Situationen reagieren soll. Bis 2017 stehen 1,8 Millionen Euro zur Verfügung, teilte die Universität mit.

Eine Laborwohnung wird für das Projekt mit Sensoren und Kameras bestückt. Diese sollen dem Roboter-Butler alle nötigen Informationen liefern. Zudem soll er Menschen verstehen und umgekehrt. Ziel ist es, dass die Maschine autonom funktioniert.

Der Roboter lernt Deutsch, mit Hilfe von Logopäden. Er soll Emotionen ausdrücken und verstehen können. Psychologen sollen ihm das beibringen. So könnte er, wenn er einen Befehl nicht versteht, einen fragenden Gesichtsausdruck aufsetzen. "Der Gesichtsausdruck ist sehr wichtig", sagte Projektleiterin Britta Wrede. Selbst wenn der Roboter nur die Mimik des Menschen spiegele, habe das große Auswirkungen. "Der Mensch findet den Roboter dann gleich viel netter und intelligenter."

Die Konzeption des flexiblen Lernens sei bundesweit einmalig, so Wrede. Das intelligente Apartment soll den Alltag generell bequemer machen, aber auch Hilfebedürftigen das Leben erleichtern. Hintergrund ist die steigende der Zahl pflegebedürftiger Menschen und zugleich ein sich rasch verschärfender Mangel an Pflegekräften.

Ein Problem des grenzenlosen Austauschs von Informationen ist der Datenschutz. Totale Erfassung des Alltags ist eben auch totale Überwachung.

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Quelle: n-tv.de

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