Erbgutveränderung bei AutistenForscher "wissen, was schiefläuft"

Ein Forschungsergebnis aus Neuseeland und den USA lässt auf neue Erkenntnisse hoffen. Die an der Studie beteiligten Wissenschaftler stellen bei Autisten eine Erbgutveränderung fest, , die einen Erklärungsansatz für diese Störung im Gehirn liefern könnte.
Neuseeländische und US-Forscher haben eine Erbgutveränderung bei Patienten mit Autismus festgestellt, die einen Erklärungsansatz für diese Störung im Gehirn liefern könnte. Das mutierte Gen mit dem Namen Shank3 sorge dafür, dass die Kommunikation zwischen Gehirnzellen auf rund ein Zehntel des normalen Umfangs gedrosselt werde, heißt es in der Studie der Auckland University und der US-Universität Stanford, die in der Fachzeitschrift "Journal of Neuroscience" veröffentlicht wurde.
Die Hauptautorin der Studie, Johanna Montgomery von der Auckland University, sagte, die Mutation biete interessante Ansätze zur Erforschung von Autismus. Von einer Behandlung der Störung sei die Forschung aber "Jahre entfernt". "Aber wir wissen, wie es funktioniert, wir wissen, was schief läuft, also lasst uns nach einem Weg suchen, es in Ordnung zu bringen", sagte die Wissenschaftlerin.
Autismus führt häufig zu Lernstörungen, zwanghaftem Verhalten und sozialer Isolation. Studien zufolge ist jedes 82. Kind von dem Leiden betroffen.