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Der Herbst-Blues hat mit der Uhrenumstellung nichts zu tun. Sonne zu tanken kann helfen.
Der Herbst-Blues hat mit der Uhrenumstellung nichts zu tun. Sonne zu tanken kann helfen.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Für die innere Uhr ideal: Frauen leiden unter Zeitumstellung

An Wochenende wird uns eine Stunde geschenkt: Die Uhren werden zurückgestellt, und wir können länger schlafen. Für den Biorhythmus ist das ideal - und dennoch hat offenbar fast jede zweite Frau Probleme.

Wenn in der Nacht zum Sonntag die Uhren auf Winterzeit umgestellt werden, verursacht das den meisten Menschen kaum Probleme. "Es ist definitiv ein Unterschied zur Umstellung auf die Sommerzeit. Die jetzige Rückumstellung fällt uns deutlich leichter", erklärt Professor Jürgen Zulley, Schlafforscher an der Universität Regensburg. Durch die Umstellung auf die Winterzeit gibt es einen 25-Stunden-Tag - und dieser ist nach Erkenntnissen der Schlafforscher ideal für die innere Uhr.

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"Wir können später ins Bett gehen und später aufstehen. Das ist für die meisten Menschen wesentlich einfacher, als eine Stunde früher aus dem Bett kommen zu müssen", so der Experte. Nach seiner Erfahrung treten im Herbst wenn überhaupt nur leichte Probleme auf: "Man wird vielleicht früher hungrig oder auch früher müde." Diese Schwierigkeiten würden sich aber nach ein bis zwei Tagen von selbst erledigen.

Männer kommen besser klar

Einigen Menschen macht der Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit offenbar dennoch zu schaffen: 46 Prozent der Frauen haben wegen der Zeitumstellung kurzzeitig Probleme mit dem Schlafrhythmus, bei den Männern sind es 36 Prozent. Das geht aus einer Forsa-Umfrage hervor.

Demnach braucht die Mehrheit der Betroffenen ein paar Tage, um wieder in den normalen Schlafrhythmus zu kommen. Neun Prozent der Frauen und vier Prozent der Männer berichteten, unter der Zeitumstellung sogar zu leiden.

"Viele erwischt der Herbst-Blues"

Fühlt sich aber jemand dauerhaft müde, geschafft und deprimiert, kann dafür nicht die Zeitumstellung verantwortlich gemacht werden. "Wir tauchen jetzt ein in die dunkle Jahreszeit und viele erwischt eine Art Herbst-Blues", sagt Zulley. "Da werden zwei Dinge miteinander vermischt, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben."

Krankenkassen raten, die Tage nicht zu verschlafen, sondern sich an der frischen Luft zu bewegen, um den Kreislauf anzukurbeln und das Immunsystem zu stärken. Zudem ist Sonnenlicht wichtig für die Bildung von Vitamin D, einem natürlichen Helfer gegen drohende Erkältungen.

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Quelle: n-tv.de

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