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Gut ausgestattete VormenschenGebiss zum Nüsse knacken

07.02.2009, 08:24 Uhr

Das Gebiss der Vormenschen

Das Gebiss der Vormenschen-Art Australopithecus africanus war bestens zum Knacken von Nüssen oder Samen geeignet. Das berichten Wissenschaftler um David Strait von der Albany- Universität in New York in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("PNAS").

Unsere frühen Vorfahren seien damit in der Lage gewesen, ihr Ernährungsspektrum in Krisenzeiten zu erweitern. Gleichzeitig hat die Nussknacker-Funktion des Kiefers entscheidend zur Entwicklung der Gesichtsform beigetragen, schreiben die Forscher. Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass die Gesichtsform der Australopithecinen eine Anpassung an das Kauen von harten kleinen Gegenständen und großen Nahrungsbrocken sei.

Diese Theorie überprüften die Forscher nun mit einer Computertechnik. Sie untersuchten die Kräfte und Drücke, die beim Kauen auf das Gesicht wirken. Diese Daten verglichen sie mit denen einer heute noch lebenden Affenart. Dabei stellte sich heraus, dass das Gesicht der Frühmenschen gut dafür geeignet war, diesen Drücken standzuhalten und es somit möglich war in schlechten Zeiten auf weniger zugängliche Nahrung wie Nüsse oder Samen mit einer harten Schale zurückzugreifen. "Da die Australopithecinen in Regionen lebten, in denen das Klima nicht sehr stabil war, könnte es für ihr Überleben wichtig gewesen sein, in Krisenzeiten auf diese Nahrung auszuweichen", heißt es in "PNAS".