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Sollte die Ursache für den Absturz der Sojus-Rakete nicht bis Mitte November gefunden sein, müssen alle Astronauten von der ISS zurück auf die Erde kommen, so die NASA.

Sollte die Ursache für den Absturz der Sojus-Rakete nicht bis Mitte November gefunden sein, müssen alle Astronauten von der ISS zurück auf die Erde kommen, so die NASA.

Mittwoch, 31. August 2011

Im Falle der Evakuierung: Geht die ISS verloren?

Nach dem Aussetzen der russischen Versorgungsflüge zur Internationalen Raumstation fürchten die USA im Falle einer möglichen Evakuierung den Verlust der ISS. Die Gefahr, die Raumstation zu verlieren, sei "nicht unerheblich höher", wenn sie unbemannt sei, warnt der ISS-Programmmanager bei der US-Raumfahrtbehörde, Michael Suffredini.

Nach dem Absturz eines unbemannten russischen Raumtransporters auf dem Weg zur ISS hatte Russland den nächsten Start eines bemannten Fluges um mindestens einen Monat verschoben. Laut Vertretern der russischen und der US-Raumfahrtbehörde könnte eine noch längere Aussetzung der Versorgungsflüge eine Evakuierung der ISS notwendig machen. Ausschlaggebend für alle weiteren Entscheidungen zur ISS seien die Sicherheit der Besatzung sowie die "sehr großen Investitionen", die Russland und die USA in die ISS gesteckt hätten, sagt NASA-Experte Suffredini.

Wie kommen Raumfahrer zur ISS?

Ein Progress-Versorgungsraumschiff mit Nachschub für die ISS war vergangene Woche nach dem Start einer Rakete nicht in die korrekte Umlaufbahn gelangt und abgestürzt. Die Rakete der missglückten Mission verfügt nach russischen Angaben über den gleichen Antrieb wie die Rakete, die drei neue Raumfahrer zur ISS bringen soll. Russland hat derzeit eine zentrale Stellung in der Raumfahrt, weil es nach der Einstellung des US-Shuttleprogramms Ende Juli als einziges Land über Raketen für bemannte Flüge zur ISS verfügt.

Normalerweise halten sich stets sechs Raumfahrer in der ISS auf; derzeit sind es drei Russen, zwei Amerikaner und ein Japaner. Drei von ihnen sollten ursprünglich am 8. September die Raumstation verlassen.

AFP

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