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"Du hast aber lange Ohren!": Hasen kommen in die Städte

Immer mehr Feldhasen zieht es von der Natur in die Städte. Obgleich sie dort auf zahlreiche Feinde treffen, lockt leckere Nahrung - zum Beispiel Blumen, Gehölze und Knospen. Aber: Man sollte den Feldhasen nicht mit dem Kaninchen verwechseln.

Der Verein Wildtierschutz Deutschland fordert den Stopp der Hasenjagd für mindestens fünf bis zehn Jahre.
Der Verein Wildtierschutz Deutschland fordert den Stopp der Hasenjagd für mindestens fünf bis zehn Jahre.(Foto: dapd)

Nicht nur Schokohasen, sondern auch echte Hasen verbreiten sich in Städten. "Ich halte es für möglich, dass sich der Feldhase in Zukunft immer stärker in der Stadt ausbreitet", sagte Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung in Hamburg. Kaninchen seien schon oft zu beobachten. Aber auch die größeren Feldhasen würden über Generationen die Erfahrung machen, dass in Städten vielfältige Nahrung zu finden sei - zum Beispiel Blumen, Gehölze und Knospen.

Zwar lauern auch in der Stadt Feinde auf den Feldhasen. Ratten, Marder und Füchse wollen ihm dort an den Kragen. "Es gibt kaum jemanden, der den Feldhasen nicht fressen will", so Kinser. Das schrecke die Tiere aber nicht ab.

Wer selbst auf Ausschau nach einem Feldhasen gehen will, muss laut Kinser am besten im Morgengrauen unterwegs sein. Und den Unterschied zum Kaninchen kennen. "Der Feldhase ist in etwa doppelt so groß wie das Kaninchen, das zudem ein dunkleres Fell hat." Markantestes Merkmal seien die Ohren. "Wenn man ein Tier gesehen hat und sich denkt: Du hast aber lange Ohren! Dann hat man vermutlich einen Feldhasen vor sich."

Quelle: n-tv.de

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