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"Opportunity" war - so sah es aus - auf einen Stein gestoßen, der zwei Wochen zuvor noch nicht dort gelegen hatte. Er gab den Forschern Rätsel auf.
"Opportunity" war - so sah es aus - auf einen Stein gestoßen, der zwei Wochen zuvor noch nicht dort gelegen hatte. Er gab den Forschern Rätsel auf.(Foto: NASA/JPL-Caltech/Cornell Univ./Arizona State Univ.)
Samstag, 15. Februar 2014

Der mysteriöse Mars-Brocken vor "Opportunity": Herkunft des "Donut"-Steins geklärt

Es war Mitte Januar, als in der Nähe von Marsrover "Opportunity" plötzlich ein Stein auftauchte, der kurz zuvor noch nicht dort gelegen hatte. Er sah wie ein Donut aus und bereitete den Forschern Kopfzerbrechen. Ein Meteorit? Das Rätsel scheint nun gelöst.

Nach wochenlangem Rätselraten haben Wissenschaftler die Herkunft eines plötzlich vor dem Marsrover "Opportunity" aufgetauchten Steins in Form eines Donuts geklärt. Der vier Zentimeter große Brocken, der Anfang Januar plötzlich auf einem Foto zu sehen war, ist Teil eines größeren Steins - sagt die US-Raumfahrtagentur Nasa. "Opportunity" habe ihn ganz einfach während der Fahrt mit einem seiner Räder abgebrochen.

Die Zusammensetzung des Steins, den die Forscher "Pinnacle Island" genannt haben, hatte Verwunderung ausgelöst. Sie galt als ungewöhnlich und als nicht vergleichbar mit allem, was die Wissenschaftler zuvor gesehen hatten. "Nachdem wir 'Opportunity' nach der Untersuchung von 'Pinnacle Island' etwas wegbewegt hatten, konnten wir direkt darüber am Hügel einen umgeworfenen Stein sehen, der dasselbe ungewöhnliche Aussehen hat", sagt nun Nasa-Wissenschaftler Ray Arvidson. "Da sind wir drübergefahren. Wir können die Spuren sehen. Da kommt 'Pinnacle Island' her."

Wasser auf dem Mars

Auch wenn die Erklärung für das Auftauchen des Steins profan ist, bleibt der Stein ungewöhnlich. Das Spektrometer von "Opportunity" habe "ein hohes Niveau an Mangan und Schwefel" gemessen, erklärte die NASA. Diese wasserlöslichen Bestandteile deuteten darauf hin, "dass sie in dem Stein durch die Aktivität von Wasser konzentriert wurden".

Nach der Lösung des Rätsels soll der Rover, der mittlerweile seit mehr als zehn Jahren auf dem Mars rollt, nun Richtung Süden fahren und einen Hügel erklimmen. Dort soll er weiter das Gestein untersuchen.

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Quelle: n-tv.de

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