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(Foto: AP)

22-Jähriger stirbt: Honduras meldet ersten Zika-Toten

Das Zika-Virus sorgt vor allem in Südamerika für Schreckens-Schlagzeilen - doch vor allem weil neugeborenen Kindern Gesundheitsgefahren drohen. Für die Erkrankten selbst bestand weniger Gefahr. Bis jetzt.

Das in Lateinamerika grassierende Zika-Virus hat in Honduras nach Behördenangaben vermutlich ein erstes Todesopfer gefordert. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, starb ein Mensch am Guillain-Barré-Syndrom, einer mit hoher Wahrscheinlichkeit von dem Virus ausgelösten schweren Nervenkrankheit.

Bei dem Opfer handelt es sich um einen 22-jährigen Mann. Demnach wurde das Syndrom in Honduras inzwischen bei insgesamt 57 Menschen diagnostiziert. Laut Reuters sind allein in Honduras knapp 16.000 Menschen vom Zika-Virus infiziert. Darunter seien 185 schwangere Frauen.

Das unter anderem von der Ägyptischen Tigermücke übertragene Zika-Virus grassiert derzeit vor allem in mehreren Staaten Lateinamerikas. Besonders betroffen ist Brasilien - die Zahl der Zika-Infektionen wird dort auf 1,5 Millionen geschätzt.

Zika soll bei einer Infektion von Schwangeren bei deren ungeborenen Kindern Mikrozephalie, einen abnorm kleinen Kopf und damit zusammenhängende neurologische Schäden auslösen. Laut brasilianischen Behörden gibt es 785 Fälle der Krankheit, hinzu kommen knapp 5000 Verdachtsfälle.

Quelle: n-tv.de

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