Dienstag, 28. November 2006
Gebärmutterhalskrebs: Impfung wirkt
Die seit kurzem mögliche Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs ist laut Experten sehr vielversprechend. Ihre Wirksamkeit liege bei fast 100 Prozent, teilt die Deutsche Krebsgesellschaft in Frankfurt mit. Auch träten nur schwache Nebenwirkungen auf, heißt es unter Berufung auf eine HPV-Impfstudie, die bei einem Symposium in Hannover vorgestellt wurde. Die Impfung sei ab einem Alter von neun Jahren vorgesehen, weil das Immunsystem dann am effektivsten auf die Impfung reagiere.
In Deutschland erkranken den Experten zufolge jährlich etwa 6500 Frauen neu an Gebärmutterhalskrebs, der auch Zervixkarzinom genannt wird. Etwa 1800 Frauen sterben pro Jahr daran. Ursache für den Krebs ist in der Regel eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV). Gegen diese Viren hilft die Impfung. Zwar infiziere sich ein Großteil der Frauen beim Geschlechtsverkehr mit den Viren, nur bei einem kleinen Teil lösten sie jedoch Krebs aus. Jüngere Frauen zwischen 25 und 35 erkranken daran deutlich häufiger als ältere Frauen.
Der erste Impfstoff gegen die so genannten Humanen Papillomvirustypen (HPV) kam im Oktober auf den deutschen Markt, ein zweiter soll Anfang 2007 verfügbar sein. Am 5. Dezember will die Ständige Impfkommission beim Robert-Koch-Institut in Berlin entscheiden, ob sie die Impfung generell empfiehlt.
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