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Verhütung für Rüden: Implantat statt Kastration

Ein Langzeit-Implantat soll künftig zur Verhütung bei männlichen Hunden dienen und ihnen so die Kastration mit dem Skalpell ersparen. Es greife gezielt in den Hormonhaushalt der Tiere ein, berichtet das britische Wissenschaftsmagazin "New Scientist".

Das für Tierpräparate zuständige Komitee der europäische Arzneimittelbehörde EMEA hat die Zulassung des Produktes Suprelorin bereits empfohlen. Der Vorteil: Wird das Implantat wieder entfernt oder verliert es nach einer festgelegten Zeit seine Wirksamkeit, normalisiert sich der Hormonhaushalt. Das Verhütungsprodukt ist laut "New Scientist" in Australien bereits in Gebrauch.

Suprelorin blockiert im Hirn die Freisetzung von Geschlechtshormonen. Daraufhin versiegt die Produktion der Spermien, zudem sinkt der Testosteron-Gehalt. Das lässt die Hunde zudem weniger aggressiv werden. Eine Sechs-Monats-Dosis kostet dem Magazin zu Folge rund 45 Euro.

Kürzlich hatten Forscher um Daniela Braga vom Zentrum für künstliche Befruchtungen in Sao Paulo (Brasilien) berichtet, mit dem Präparat auch die Fruchtbarkeit von Kühen steuern zu wollen. Die Substanz regelt auch die Sexualhormone bei weiblichen Tieren.

Quelle: n-tv.de

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