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Tote durch NaturkatastrophenIn Asien die meisten Opfer

22.01.2009, 15:10 Uhr

Durch Naturkatastrophen starben 2008 weltweit fast eine Viertelmillion Menschen, die meisten von ihnen in Asien. Im vergangenen Jahr wurden 235.816 Menschen durch Naturkatastrophen getötet.

Durch Naturkatastrophen starben 2008weltweit fast eine Viertelmillion Menschen, die meisten von ihnen in Asien. Wie die Vereinten Nationen in Genfmitteilten, wurden im vergangenen Jahr 235.816 Menschen durchNaturkatastrophen getötet. Dies ist nach Angaben des in Belgienansässigen UN-Zentrums für Seuchen- und Katastrophenforschung(CRED) die höchste Opferzahl seit 2004, als der verheerende Tsunami Südwest-Pazifik die Küsten mehrerer Staaten verwüstete.

Die nach Opferzahlen verheerendste Katastrophe war im Jahr 2008 der Zyklon Nargis in Birma: Allein durch diesen Sturm und seineFolgen starben im Mai mehr als 138.000 Menschen. Mit mehr als 87.000 Toten lag das Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan aufPlatz zwei der verheerendsten Naturkatastrophen.

Warnsysteme fehlen

Der Direktor des für die Milderung der Folgen vonNaturkatastrophen zuständigen UN-Sekretariats, Salvano Briceo,erklärte, wären Gebäude wie Schulen und Krankenhäuser in Chinaerdbebensicher gebaut worden, dann hätte die Zahl der Toten durchdas Beben in China geringer ausfallen können. Der Gedanke an diesesVersäumnis stimme ihn traurig. Auch in Birma hätten einfunktionierendes Warnsystem und eine Vorbereitung der Bevölkerungdie Folgen des Wirbelsturms Nargis abmildern können, sagte er.

Bei den übrigen 319 registrierten Katastrophen gab es denAngaben zufolge mindestens 10.000 Tote. Stürme und Überschwemmungenwaren laut CRED die häufigsten Naturkatastrophen. Ihre Zahl stiegim Vergleich zu 2007 im vergangenen Jahr um 29 auf 284 an, laut derUN-Organisation ein Zeichen für die steigenden Auswirkungen derklimatischen Veränderungen. 2008 habe es zudem 24 extremeHitzewellen gegeben, im Vorjahr seien es nur acht gewesen.