Dienstag, 30. Dezember 2008
Fieber und Gelenkschmerzen: Influenza angekommen
Immer mehr Deutsche werden derzeit von Grippeviren heimgesucht. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin gibt es bundesweit deutlich mehr Fälle von Erkältungskrankheiten als noch vor einem Jahr um diese Zeit. "Wir sprechen zwar noch nicht von einer Grippewelle, doch Erkältungen und die Influenza sind in Deutschland angekommen", sagte Sprecher Günther Dettweiler. Derzeit seien Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen besonders betroffen, in Berlin und Brandenburg gebe es nur einen leichten Anstieg der Erkrankungen.
Die echte Virusgrippe (Influenza) sei im Unterschied zur Erkältung eine sehr schwere Erkrankung. "Sie bekommen schlagartig hohes Fieber, sind massiv eingeschränkt und haben Gelenkschmerzen", sagte der Sprecher. Hinzu käme häufig ein trockener Husten. Die Grippe könne einige Wochen dauern. "Das hängt auch vom Immunsystem ab." Vom Arzt verordnete Medikamente wirkten nur, wenn sie sehr rasch gegeben werden. Dettweiler empfahl Bettruhe: "Es ist besser zu Hause zu bleiben, als sich zur Arbeit zu schleppen und dort die Kollegen anzustecken."
Rund 85 Prozent aller Influenza-Erkrankungen gehen laut Institut derzeit auf den Virusstamm A/H3 zurück. "Gegen diesen Stamm schützt die Grippeschutz-Impfung gut", betonte der Sprecher. A/H3 habe schon in den Vorjahren Grippe verursacht, sei aber kein besonderes Virus. "Es macht durchaus noch Sinn, sich gegen Influenza impfen zu lassen", empfahl der Sprecher. Es dauere 14 Tage, bis sich der Schutz aufgebaut hat.
Eine Prognose für den Verlauf der Grippesaison kann laut Institut nicht abgegeben werden. "Die Infektketten könnten zum Beispiel wegen der Ferien jetzt auch unterbrochen sein", sagte Dettweiler.
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