Mittwoch, 10. Dezember 2008
Klima und Eier: Je kälter, desto mehr
Das Klima hat nach einer deutsch- amerikanischen Studie mehr Einfluss auf die Gelegegrößen von Vögeln als bislang bekannt. Der Temperaturunterschied zwischen Sommer und Winter und die damit verbundenen Lebensumstände der Vögel sei der wesentliche Faktor für die Zahl der Eier, sagte die Mainzer Zoologie-Professorin Katrin Böhning-Gaese.
Demnach legen Vogelarten in nördlicheren Gebieten durchschnittlich mehr Eier, in den Tropen dagegen weniger. "Wir stellen ein eindeutiges Nord-Süd-Gefälle fest." Dies bedeute auch, dass der Klimawandel und seine Folgen für die Jahreszeiten einen erheblichen Einfluss auf den Vogelnachwuchs haben können.
Für die Studie wurden knapp 5300 Vogelarten weltweit verglichen. Dabei kamen rund ein halbes Dutzend Merkmale zum Tragen - etwa Ernährung und Größe oder Art des Nestes. Außer der Johannes- Gutenberg-Universität in Mainz waren auch Forscher der Universität von Kalifornien in San Diego und der Universität Stanford beteiligt. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin "PLoS Biology" (online) veröffentlicht.
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