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Donnerstag, 13. März 2008

Resistente Infektionen: Katzen als Überträger

Katzen können nach einer neuen Studie gefährliche Infektionen übertragen, gegen die viele Antibiotika bereits machtlos sind. Zu diesem Ergebnis kam jetzt eine Forschergruppe um Andreas Sing vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Dabei ging es um spezielle Stämme eines Erregers, die beim Eindringen in den Körper Infektionen verursachen können, die nur schwer zu behandeln sind.

Die Forscher untersuchten nach eigenen Angaben den Fall einer Frau, die unter tiefen Abzessen litt, die von sogenannten MRSA-Bakterien verursacht wurden. Bei ihrem Mann und ihren zwei Kindern seien nach einer Behandlung die Symptome verschwunden. Bei der Frau jedoch sei die Infektion nicht abgeklungen. Daher seien auch die drei Katzen der Frau untersucht worden, von denen eine den gefährlichen Erreger besessen hatte. Erst nach Behandlung der Katze habe sich auch der Zustand der Frau verbessert.

Forschern ist bereits bekannt, dass Menschen solche Infektionen von Hunden bekommen können. Der Fall nun zeige, dass auch Katzen für eine Übertragung in Frage kommen können, urteilten die Forscher. Beim Menschen können diese MRSA-Bakterien neben Furunkeln auch gefährliche Wundinfektionen verursachen. MRSA steht für Methicillin resistenter Staphylococcus Aureus. Diese Stämme produzieren spezielle Stoffe, was sie für viele Antibiotika unempfindlich macht.

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