Chronische LungenkrankheitKiffer atmen schwerer
Entscheidend für die Entstehung der chronisch-obstruktiven Lungenkrankheit ist nicht nur, wie viel geraucht wird, sondern auch was.
Wer neben Zigaretten auch Marihuana raucht, hat ein erhöhtes Risiko für chronische Atemwegsbeschwerden. Entscheidend für die Entstehung der chronisch-obstruktiven Lungenkrankheit (COPD) ist nicht nur, wie viel geraucht wird, sondern auch was.
Das habe eine multinationale Studie ergeben, die von der kanadischen Forscherin Wan Tan auf einem Kongress in den USA vorgestellt wurde, berichtet die "Ärzte-Zeitung". Für die Untersuchung wurden mehr als 1500 Einwohner in Vancouver in Kanada nach ihren Rauchgewohnheiten und Atembeschwerden befragt. Es stellte sich heraus, dass der zusätzliche Konsum von Marihuana die Rate von Atemwegsbeschwerden um etwa das Achtfache erhöhte.
"Solche Beschwerden waren bei Rauchern 2,4 Mal häufiger und bei Doppelkonsumenten sogar 18 Mal häufiger als bei Menschen, die auf beides verzichten", sagte die Forscherin. Damit sei erstmals belegt worden, dass der zusätzliche Gebrauch von Marihuana für Raucher nicht ohne Folgen bleibt.