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Der Asteroid 2012 DA14 und der Eta- Carinae-Nebel - weiß gekennzeichnet der Weg des Asteroiden, der kürzlich der Erde relativ nahe kam.
Der Asteroid 2012 DA14 und der Eta- Carinae-Nebel - weiß gekennzeichnet der Weg des Asteroiden, der kürzlich der Erde relativ nahe kam.(Foto: dpa)

Esa verstärkt die Suche: Kleine Asteroiden sind gefährlich

Die großen Asteroiden mit mehr als einem Kilometer Durchmesser sind laut Europäischer Raumfahrtagentur nicht das Problem, weil leichter zu entdecken. Die wirkliche Gefahr gehe von den kleinen Asteroiden aus, die "große Schäden anrichten" könnten - daher will die Esa nun verstärkt nach ihnen suchen.

Die Europäische Raumfahrtagentur ESA will verstärkt nach kleineren Asteroiden im All suchen, die der Erde gefährlich werden könnten. Bislang seien vor allem große Asteroiden mit einem Durchmesser von mehr als einem Kilometer bekannt, sagte der Leiter des ESA-Weltraumbeobachtungsprogramms SSA, Nicolas Bobrinsky, in Paris. "Die Gefahr geht aber von den kleinen Asteroiden aus, von denen es viel mehr gibt" - wie der Meteorit, durch den in der russischen Region Tscheljabinsk etwa 1000 Menschen verletzt wurden.

Bei einem Aufschlag auf die Erde könnten solche Meteoriten "große Schäden anrichten", sagte Bobrinsky. "Sie haben gesehen, was der Meteorit mit einem Durchmesser von 17 Metern in Tscheljabinsk gemacht hat." Bei einem Objekt mit einem Durchmesser von 50 Metern und einer "20 oder 30 mal größeren Masse" seien "unglaubliche Energien" im Spiel. Einen Durchmesser von rund 50 Metern hatte der Asteroid 2012 DA14, der vergangene Woche knapp 28.000 Kilometer an der Erde vorbeiflog.

Es stehe noch "gewaltige Arbeit" bevor, um alle Asteroiden zu identifizieren, die der Erde gefährlich werden könnten, sagte Bobrinsky. Demnach fliegen rund eine Million Asteroiden mit einem Durchmesser von mindestens 50 Metern durch unser Sonnensystem. Weniger als 10.000 von ihnen wurden bislang als Asteroiden identifiziert, die die Umlaufbahn der Erde um die Sonne kreuzen könnten.

Die ESA wird daher Ende Mai in Rom ein Koordinationszentrum einrichten, um die Bahnen von solchen Asteroiden zu verfolgen. Zudem soll ein neues Teleskop entwickelt werden, das mit einem großen Blickfeld eine "sehr regelmäßige Überwachung des Himmels" erlaubt. Langfristig will die ESA sechs dieser Teleskope aufstellen.

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Quelle: n-tv.de

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