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Mittwoch, 22. November 2006

"Haushalt ohne Genfood": Klink startet Kampagne

Der Stuttgarter Sternekoch Vincent Klink hat die bundesweite Aktion "Haushalt ohne Genfood" gestartet. Mehr als 20 Partner tragen die Initiative, darunter die großen Kirchen sowie Verbände aus Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Mit Klinks Eintrag ("Genmanipulation ist unverantwortlich und zerstört unser gesamtes Lebensgleichgewicht") wurde das Internetportal www.mein-nein.de freigeschaltet. Bis zum Jahresende wird mit dem Eintrag von 100.000 Haushalten gerechnet.

Den Anstoß zur Aktion habe der Koalitionsvertrag der Bundesregierung gegeben, in dem festgehalten sei, die Gentechnik zu fördern. Mit dem "Nein" gegen Genfood solle der Politik und der Lebensmittelindustrie signalisiert werden, dass "wir keine genmanipulierten Produkte brauchen", sagte Pressesprecher Wolfgang Schleicher. Der Protest via Internet soll vor allem auch die junge Generation ansprechen.

In Deutschland müssen alle Produkte gekennzeichnet werden, die gentechnisch veränderte Organismen enthalten oder aus ihnen hergestellt sind. Auf Zutatenlisten und Restaurant-Speisekarten werden solche Produkte mit dem Hinweis "gentechnisch verändert" gekennzeichnet. Bei tierischen Produkten wie Fleisch, Milch, Eiern und Käse muss allerdings nicht kenntlich gemacht werden, ob gentechnisch verändertes Futter bei der Aufzucht der Tiere genutzt wurde.

Nach einer Umfrage im Auftrag der dpa im April dieses Jahres erklärte jeder Fünfte, er habe generell keine Vorbehalte gegen Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Zutaten.

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