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Für die Studie untersuchten die Forscher in den Jahren 2005 bis 2009 in den US-Bundesstaaten Michigan und Texas 501 Paare.
Für die Studie untersuchten die Forscher in den Jahren 2005 bis 2009 in den US-Bundesstaaten Michigan und Texas 501 Paare.(Foto: picture alliance / dpa)

Auch werdende Väter haben Einfluss: Koffein erhöht Risiko von Fehlgeburten

Der regelmäßige Konsum koffeinhaltiger Getränke von Frauen und Männern vor einer Empfängnis oder zu Beginn einer Schwangerschaft erhöht das Risiko einer Fehlgeburt. Zum Glück gibt es ein Mittel zur Prävention.

Der Konsum von mehr als zwei koffeinhaltigen Getränken kurz vor der Empfängnis und zu Beginn der Schwangerschaft erhöht einer Studie zufolge das Risiko einer Fehlgeburt. In einer im Fachmagazin "Fertility and Sterility" veröffentlichten Untersuchung stellten Forscher in den USA zugleich fest, dass nicht nur der Koffeinkonsum der Mutter eine Rolle spielt - sondern auch der des Vaters.

"Der Konsum koffeinhaltiger Getränke durch den Mann, der das Kind zeugt, ist ebenso eng wie bei der Frau mit dem Verlust des Fötus verknüpft", sagte Germaine Buck Louis, die Leiterin der Studie, die von den US-Gesundheitsinstituten (NIH) und der Universität Ohio vorgenommen wurde. Auch ein fortgeschrittenes Alter des Paares sowie die Anhäufung schädlicher chemischer Substanzen im Körper - wie häufig bei Älteren der Fall - erhöhe die Gefahr einer Fehlgeburt. Die Einnahme von Vitaminen verringere dagegen das Risiko.

Für die Studie untersuchten die Forscher in den Jahren 2005 bis 2009 in den US-Bundesstaaten Michigan und Texas 501 Paare. Sie betrachteten den Zusammenhang zwischen der Fruchtbarkeit und dem Lebensstil sowie den Umweltgiften, denen die Probanden ausgesetzt waren.

Täglich Multivitamintabletten

In einem Fragebogen sollten die Paare etwa Angaben zu ihrem Koffein- und Tabakkonsum und zur Einnahme von Multivitamintabletten machen. Bei den 344 Paaren, bei denen die Frau schwanger wurde, verglichen die Forscher die Angaben aus den sieben Wochen vor der Befruchtung und den ersten sieben Schwangerschaftswochen. Unter diesen Paaren gab es 98 Fehlgeburten, was einen Anteil von 28 Prozent bedeutet.

Ein Quotient größer als 1,0 bedeutete ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko für jeden Tag nach der Empfängnis, ein Quotient kleiner als 1,0 ein verringertes Risiko pro Tag. Den Wissenschaftlern zufolge stieg das Risiko einer Fehlgeburt um den Quotienten 1,74, wenn die Frau durchschnittlich mehr als zwei koffeinhaltige Getränke trank. Bei Männern mit entsprechendem Konsum erhöhte sich das Risiko um den Quotienten 1,73.

Um 55 Prozent verringert sich das Risiko einer Fehlgeburt, wenn die Frau in den Wochen vor Beginn der Schwangerschaft täglich Multivitamintabletten schluckt. Setzt sie die Einnahme nach der Befruchtung fort, sinkt das Risiko sogar um 79 Prozent.

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Quelle: n-tv.de

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