Freitag, 02. September 2011
Arbeit im riesigen Krater: Mars-Rover wird fündig
Der unermüdliche Marsrover "Opportunity" lässt nicht locker: Nach fast acht Jahren auf dem Roten Planeten erforscht er jetzt einen neuen Krater - und begeistert wieder die Wissenschaftler mit seinen Entdeckungen.Der kleine Rover "Opportunity", der schon seit Anfang 2004 den Mars erkundet, hat weitere Anzeichen für Wasser entdeckt. Nur wenige Wochen nach seiner Ankunft am Krater Endeavour wurde er bei der Erforschung eines Felsgesteins fündig, wie Astronomen auf einer NASA-Pressekonferenz mitteilten. Demnach entdeckte der Rover in dem Brocken einen hohen Zinkgehalt, der auf hydrothermale Aktivitäten hinweisen könnte - etwa auf Wasser, das nach dem Einschlag eines Meteoriten nach oben drängt.
"Dieser Fels sieht anders aus als alles, was wir bisher gesehen haben", sagte Wissenschaftler Steve Squyres von der Cornell-Universität. Endeavour ist deutlich älter als die Gebiete, die der Roboter auf Rädern auf seinen bisherigen Erkundungstouren erforscht hat. Von der Untersuchung der verschiedenen Gesteinsschichten, die in dem Krater mit einem Durchmesser von 22 Kilometern bloßliegen, erhofft sich die Wissenschaft eine reiche Ausbeute an Erkenntnissen über die frühe Geschichte des Roten Planeten.
Krater vorher ausgespäht
Der Krater wurde als Rover-Ziel ausgesucht, nachdem eine NASA-Sonde - der Mars Reconnaissance Orbiter - bei ihren Umkreisungen dort Lehmmineralien erspäht hatte. Astronomen sehen darin einen möglichen Hinweis darauf, dass es früher auf dem Mars wärmer und feuchter war als bisher angenommen. So soll der Rover als nächstes auch ein Gebiet ansteuern, an dem Lehm vermutet wird.
Dabei ist "Opportunity" nach NASA-Angaben insgesamt gut in Form, trotz der technischen Zipperlein, die das Alter mit sich bringt. "Wir fahren keinen heißen neuen Sportwagen mehr. Wir fahren jetzt einen 1965er Mustang, der nicht restauriert worden ist", sagte Dave Lavery, ein führender Kopf des Mars-Rover-Programmes.
"Opportunity" und sein Zwilling "Spirit" waren 2003 zum Roten Planeten gestartet. Ursprünglich hatte die NASA von ihnen nur eine dreimonatige Lebensdauer erwartet. "Spirit" hielt bis zum März 2010 durch, dann brach die Kommunikation mit der Erde ab. "Opportunity" rollt weiter.
dpa
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