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Es ist die Königsdiziplin: das Einpacken einer Schachtel Pralinen.
Es ist die Königsdiziplin: das Einpacken einer Schachtel Pralinen.(Foto: www.youtube.com/Katie Steckles)
Mittwoch, 23. Dezember 2015

Wissenschaft hilft zu Weihnachten: Mathematikerin verrät den Einpack-Trick

Gibt es die perfekte Methode, um Geschenke einzupacken? Und zwar nicht nur nach ästhetischen Kriterien, sondern auch jenen der Effizienz? Ja, sagt eine britische Mathematikerin. Alles, was man dafür braucht, sind ein Lineal und ein Taschenrechner.

Das Einpacken von Geschenken sei eine Wissenschaft für sich, sagen manche Menschen. Obwohl das meist nicht wörtlich gemeint ist, kann Wissenschaft in solchen Fällen tatsächlich hilfreich sein - zum Beispiel die Mathematik. Denn oft wird Geschenkpapier sinnlos verschwendet, weil schon zu Beginn eine genaue Vorstellung dafür fehlt, wie viel eigentlich benötigt wird. Und oft ist es dann zu viel oder zu wenig - was beides ärgerlich ist.

Die britische Mathematikerin Katie Steckles verrät in einem Youtube-Video, mit welchen Tricks man Geschenke verschiedenster Formen intelligent verpackt - unter Zuhilfenahme von Mathematik. Etwa, wenn es um das Einpacken von Geschenken in Form eines Zylinders geht. Also nicht dem Hut, sondern der geometrischen Form, wie sie etwa eine edle Weinflaschenverpackung oder eine Dose Tennisbälle besitzt. Der Trick hierbei: Einfach den Durchmesser des Zylinders ermitteln, dann mit Pi (rund 3,14) multiplizieren und einen bisschen Überhang hinzufügen. Schon hat man die nötige Länge für den Papierstreifen ermittelt, der den Zylinder perfekt einschließt.

Auch für die knifflige Form einer Packung Toblerone, in der Geometrie ein gerades Dreiecksprisma, hat Steckles eine schicke Lösung parat. "Achten Sie darauf, dass das Papier dieselbe Höhe hat wie die Packung", instruiert Steckles ihre Zuschauer. Sie meint damit die beiden Enden der Toblerone-Packung. Denn beim Falten des überstehenden Papiers ergibt sich so ein perfekt aufliegender Abschluss.

Königsdisziplin: Verpacken einer Schachtel Pralinen

Aber die Königsdisziplin der mathematischen Bescherung ist das Einpacken einer Schachtel mit einer quadratischen Grundfläche - eine Form, die etwa bei Pralinenschachteln häufig anzutreffen ist. Hierbei gibt es eine Methode, die das Material - also Geschenkpapier - nicht nur optimal ausnutzt, sondern die im Ergebnis auch recht hübsch aussieht.

Und so geht es: Man nehme ein ebenfalls quadratisches Stück Geschenkpapier, dessen Kantenlänge sich mathematisch ermitteln lässt. Dafür misst man die Diagonale der Box (d) und zusätzlich noch deren Höhe (h). Daraus ergibt sich folgende Rechnung: Die Seitenlänge des Geschenkpapiers ist gleich d plus h mal 1,5. Nun wird die Schachtel um 45 Grade gedreht mittig auf das Papier gelegt, dessen Ecken dann umgeklappt und zusammengeklebt. Fertig.

Das Ergebnis ist nicht nur umweltfreundlich - da höchst effizient -, sondern sieht auch noch gut aus. Steckles verweist anständigerweise darauf, dass die Erfinderin dieser Methode die britische Mathematikerin Sara Santos ist, wie in diesem Video zu sehen.

Quelle: n-tv.de

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