Rund um den Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral finden sich, wie hier in Titusville, Solidaritätsbekundungen mit der NASA.
(Foto: REUTERS)
Donnerstag, 13. Mai 2010
Keine klare Vision für Raumfahrt: Mond-Pionier kritisiert Obama
Die Entscheidung Barack Obamas, der NASA die Mittel zu kürzen, ruft heftige Gegenreaktionen hervor. Nun setzt es auch von prominenter Seite Schelte. Kein Geringerer als Neil Armstrong, der erste Mann auf dem Mond, wirft dem Präsidenten in einer Senatsanhörung vor, sich schlecht beraten zu lassen.
Armstrong (links) lauscht bei der Anhörung den Ausführungen von Eugene Cernan.
(Foto: REUTERS)
Der erste Mann auf dem Mond, Neil Armstrong, findet, dass US-Präsident Barack Obama in Sachen Raumfahrt die klare Vision fehlt. In einer Senatsanhörung zur Zukunft der bemannten Raumfahrt kritisierte der Ex-Astronaut Obamas Entscheidung vom Februar, die Entwicklung einer NASA-Rakete zur Beförderung von Astronauten zunächst zur Internationalen Raumstation ISS, dann zum Mond und danach sogar zum Mars zu stoppen. Stattdessen will der US-Präsident, dass Privatunternehmen Raumfahrzeuge für künftige Astronauten-Reisen zur ISS bauen - dies ist nach seiner Ansicht kostengünstiger.
Armstrong, der 1969 als erster Mensch seinen Fuß auf den Erdtrabanten setzte, hielt Obama in der Anhörung unter anderem vor, dass er seine Pläne nahezu heimlich geschmiedet habe, das heißt, keine Experten zu Rate gezogen habe. Er appellierte an den Kongress, Obamas Pläne zusammen mit Fachleuten zu überprüfen, damit Amerikas Interessen "gut gedient" werde.
Auch der bisher letzte Mann auf dem Mond, Eugene Cernan, äußerte Kritik und warnte vor einem Abgleiten der US-Raumfahrt in die "Mittelmäßigkeit".
dpa
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