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Keine Chance für Langfinger: Neuer Gentest für Holz

Ein genetischer Fingerabdruck von Holz soll in Bayern Dieben einen Strich durch die Rechnung machen. Mittels DNA-Analyse könne geschlagenes Holz dem ursprünglichen Wurzelstock und damit dem Besitzer zugeordnet werden, erläuterte Bayerns Forstminister Helmut Brunner (CSU). "Jetzt verfügen wir über ein wegweisendes und zugleich kostengünstiges Mittel, Langfingern das Handwerk zu legen", sagte Brunner laut Mitteilung in einem Wald nahe Moosach bei München. Die Gen-Analyse koste rund 40 Euro und sei sogar bei Holz gelungen, das schon zwei Jahre lagerte.

Holzdiebstahl sei gerade in Zeiten von Energieknappheit ein Thema, betonte Brunner. Wenn die Preise für Öl und Gas stiegen und als Alternative der eigene Kaminofen angeschürt werde, mehrten sich auch Meldungen über derartige Vergehen. Gestohlen würden fertiges Brennholz ebenso wie an Waldwegen lagernde Stammabschnitte oder frische Christbäume.

Das Bayerische Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht in Teisendorf habe erstmals versucht, über den individuellen genetischen Fingerabdruck von Holz einzelne Bäume erkennbar zu machen, erläuterte die Leiterin des Amtes, Monika Konnert. Den Anstoß für die Entwicklung des Gen-Tests für einzelne Stämme hatte ein Waldbesitzer gegeben, dem frisch geschlagenes Holz gestohlen worden war. Der Verdacht, dass sein Holz nun beim Nachbarn liege, habe dem Mann keine Ruhe gelassen, sagte Brunner. Der Waldbesitzer wandte sich an das Amt in Teisendorf.

Quelle: n-tv.de

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