Montag, 29. Juni 2009
Hoffnung für MS-Patienten: Neuer Therapieansatz möglich
Menschen mit Multipler Sklerose sind im fortgeschrittenen Stadium schwerstbehindert und auf die Hilfe anderer angewiesen.
(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)
Berliner Forschern ist es gelungen, von Immunzellen ausgelöste Gehirnentzündungen bei Mäusen erheblich zu lindern. Sie hoffen, dadurch auch neue Behandlungsmöglichkeiten chronischer Entzündungen wie der Multiplen Sklerose entdeckt zu haben.
Eine Schlüsselrolle spielt dabei ein Rezeptor, der auf den für die Immunabwehr wichtigen T-Zellen im Zentralen Nervensystem sitzt. Der sogenannte Bradykinin-Rezeptor-1 (B1) kontrolliert die Wanderung von Immunzellen in das Zentrale Nervensystem, wie die Forscher des Max Delbrück Centrums für Molekulare Medizin, der Charité und des NeuroCure Research Center zeigen konnten. Aktivierten sie ihn bei den erkrankten Mäusen, konnten sie die Wanderung der Immunzellen in das Gehirn bremsen und die Entzündung ging zurück.
Fehlgeleitete T-Zellen können körpereigenes Gewebe attackieren und dabei, wenn sie in das Zentrale Nervensystem einwandern, Erkrankungen wie die Multiple Sklerose auslösen.
dpa
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