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So stehen die Chancen, einen Blick auf den Sternschnuppen-Schauer zu erhaschen.
So stehen die Chancen, einen Blick auf den Sternschnuppen-Schauer zu erhaschen.(Foto: n-tv.de)
Samstag, 12. August 2017

Die große Sternschnuppen-Show: Norddeutschland kann sich was wünschen

Auf die Perseiden ist Verlass: Jedes Jahr im Hochsommer zieht der riesige Meteorstrom über den Himmel und beschert uns einen ausgiebigen Sternschnuppen-Regen. Der Höhepunkt der Show steht jetzt bevor. Doch wo ist das Schauspiel überhaupt zu sehen?

Wenn die Erde die Staubspur des Kometen Swift-Tuttle durchquert, ist die Zeit für Wünsche gekommen: Es regnet Sternschnuppen – bestehend aus winzigen Bruchstücken aus dem Kometenschweif, die mit einer Geschwindigkeit von 210.000 Kilometern pro Stunde auf die Erdatmosphäre treffen und verglühen.

Stets um den 12. August herum erreicht der Meteorschauer der Perseiden seinen Höhepunkt. Dann können mehr als 100 Sternschnuppen pro Stunde am nächtlichen Himmel zu sehen sein – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.

Sternschnuppe über Fehmarn: Auf der Ostsee-Insel sind die Perseiden heute Nacht wahrscheinlich gut zu sehen.
Sternschnuppe über Fehmarn: Auf der Ostsee-Insel sind die Perseiden heute Nacht wahrscheinlich gut zu sehen.(Foto: picture alliance / Daniel Reinha)

Da kommen nach den vergangenen Tagen durchaus Zweifel auf: Lohnt sich der Blick in den Himmel heute Nacht? Verhindern nicht viel zu viele Wolken die freie Sicht?

"Im nördlichen Teil Deutschlands, von den Küsten bis weit nach Niedersachsen und Brandenburg hinein, stehen die Chancen, die Perseiden zu sehen, gut", sagt n-tv Meteorologe Björn Alexander. "In diesen Regionen lockern die Wolken am späten Abend und in der Nacht auch mal auf." Auch am Hochrhein wird dem n-tv Wetterexperten zufolge der Himmel immer mal wieder klar sein.

Ab 23 Uhr kommt der Mond ins Spiel

Im übrigen Deutschland hingegen wird es eher schwierig werden, die Sternschnuppen-Show zu verfolgen. "In den Mittelgebirgen sowie im Süden Bayerns und Baden-Württembergs könnte die Möglichkeit noch bestehen", sagt Alexander. "Dort ergeben sich mit Glück mal nennenswerte Wolkenlücken. Alle anderen Landesteile aber haben so gut wie keine Chance."

Allerdings könnte das Schauspiel auch dort, wo sich das Funkeln am Firmament nicht hinter Wolken versteckt, weniger reizvoll ausfallen als in anderen Jahren. Der Mond steht den Perseiden heute Nacht nämlich ziemlich nah, so dass er einen Großteil der Sternschnuppen überstrahlen wird. Wer auf Nummer sicher gehen will, schaut daher am besten vor 23 Uhr in den Himmel – erst dann geht der Mond auf. Danach sind immerhin die kräftigsten Feuerbälle, die so hell wie Jupiter und Venus erscheinen, trotz Mondschein gut erkennbar; manchmal sogar mit einem Streifen, der bis zu zwei Sekunden lang leuchtet.

Wer diesmal leer ausgeht, kann auf die Geminiden hoffen. Dieser Meteorschauer lässt Mitte Dezember den Himmel glitzern – pünktlich zur Weihnachtszeit.

Quelle: n-tv.de

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