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Nicht jedes Ökoprodukt ist besser für das Klima.
Nicht jedes Ökoprodukt ist besser für das Klima.(Foto: picture alliance / dpa)

Klimafreundliche Landwirtschaft: Öko ist nicht immer besser

Wer auch bei seiner Ernährung auf klimagerechten Konsum achten will, kauft Ökoprodukte. Meist schneidet der ökologische Landwirtschaftsbau in Studien tatsächlich besser ab. Eine Ausnahme sind Milchprodukte, wie eine neue Untersuchung zeigt.

Ökologische Landwirtschaft ist für das Klima nicht automatisch besser als konventionelle. Zu diesem Schluss kommen Forscher, die den Ausstoß klimagefährdender Treibhausgase von konventionellen und ökologischen Bauernhöfen verglichen haben. Für die Untersuchung wurde über drei Jahre lang die Treibhaus-Bilanz von je 20 Höfen in vier Regionen Deutschlands unter die Lupe genommen.

"Im Pflanzenbau schneidet in der Regel der Ökolandbau besser ab, wenn man es auf die bewirtschaftete Fläche bezieht", sagt Hans Marten Paulsen vom Braunschweiger Thünen-Institut. Weil die Erträge im Öko-Landbau geringer seien, sei die Treibhausgas-Emissionen pro Produkt unterm Strich aber ähnlich wie bei konventioneller Erzeugung.

"Bei der Milch verwischen die Grenzen zwischen ökologischen und konventionellen Betrieben stärker", informiert Paulsen. Vergleiche man die Bilanz für die Erzeugung von einem Liter Milch, so seien Ökobetriebe mit mittlerer und hoher Leistung gleichauf mit hochleistenden konventionellen Betrieben. Insgesamt ist die Landwirtschaft für rund zehn bis zwölf Prozent der von Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.

Quelle: n-tv.de

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