Montag, 20. April 2009
Düstere Prognosen: Ozon-Loch bis 2065 geöffnet
Das riesige Ozon-Loch über der Antarktis wächst seit der Jahrhundertwende nicht mehr, wird sich voraussichtlich aber nicht vor dem Jahr 2065 schließen. Die Erholung der Ozon-Schicht über dem Südpol werde "nicht vor dem Jahr 2030" beginnen, prognostizierte der US-amerikanische Klimatologe David J. Hofmann auf einem Fachkongress in Wien.
Immerhin hätten die regelmäßigen Ballon-Messungen über der Antarktis seit den 1980er Jahren ergeben, "dass der kranke Patient am Südpol nicht mehr kränker wird", sagte Hofmann zum Auftakt der Jahresversammlung der Union Europäischer Geowissenschaftler (EGU). Bisher sei allerdings unklar, ob die Atmosphäre über dem Südpol jemals wieder zu ihrem ursprünglichen Zustand zurückkehren werde, erläuterte der Klimatologe vom Earth System Research Laboratory der Universität Boulder (US-Staat Colorado). Auswirkungen auf den Klimawandel werde die Entwicklung über der Antarktis voraussichtlich nicht haben.
Zu dem weltweit größten Kongress für Geowissenschaftler sind in Wien mehrere Tausend Forscher aus aller Welt zusammengekommen. Sie werden im Wiener Austria-Center bis einschließlich Freitag bis zu 13.000 Vorträge hören, teilten die Veranstalter mit.
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