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US-Firmen planen Bergbau auf Asteroiden: Platin und Wasser aus dem All

Bislang war Bergbau im Weltall nur etwas für Science-Fiction-Autoren. Jetzt beschäftigen sich schon mindestens zwei ernst zu nehmende Firmen mit dem Thema. Der Wettlauf um die Erforschung und letztlich Ausbeutung stellarer Ressourcen ist eröffnet.

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Eine Firma namens Deep Space Industries hat angekündigt, ab 2015 eine Flotte von Raumschiffen loszuschicken, die nach geeigneten Asteroiden für Ressourcenabbau Ausschau halten soll. Das Konkurrenzunternehmen Planetary Resources hatte ähnliche Pläne bereits im vergangenen Jahr beschrieben - und vor wenigen Tagen den ersten Prototypen eines Erkundungssatelliten vorgestellt.

In einer Pressemitteilung kündigte Deep Space Industries an, 25 Kilogramm schwere "FireFly"-Raumkapseln aus preiswerten Bauteilen zu fertigen und diese gemeinsam mit größeren Kommunikationssatelliten ins All zu transportieren. Die Mission soll heute um 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit am Firmensitz im kalifornischen Santa Monica offiziell vorgestellt werden. Auf der Webseite der Firma ist bislang nur eine futuristisch anmutende Grafik zu sehen.

Rohstoffe im All per 3D-Drucker verarbeiten?

Es handle sich um das "erste kommerzielle Unternehmen zur Erforschung kleinerer erdnaher Asteroiden", sagte Rick Tumlinson, der als CEO bei DSI verantwortlich zeichnet - und als einer der profiliertesten Fürsprecher von Weltraummissionen gilt.

Tumlinson will die Rohstoffe nicht nur von Asteroiden zur Erde bringen, sondern sie bereits vor Ort verarbeiten. Mit einem den Angaben zufolge bereits patentierten 3D-Drucker namens "MicroGravity Foundry" soll Material aus Himmelskörpern per Laser zu komplexen Bauteilen verarbeitet werden. Aus diesen könnten eines Tages direkt im All Kommunikationssatelliten gebaut werden - oder Plattformen, von denen aus Sonnenenergie gesammelt und zur Erde "gebeamt" werden könne, wie es heißt.

Menschheit als "ultra-terrestrische Spezies"

Ähnlich hochfliegend sind die Pläne der Firma Planetary Resources, die erstmals im vergangenen August an die Öffentlichkeit trat. Mitgründer Peter Diamandis (der 1995 schon die gemeinnützige X-Price-Foundation startete) brachte als Ziel der Mühen ins Gespräch, das gesamte innere Sonnensystem zu besiedeln und die Menschheit zu einer "ultra-terrestrischen Spezies" zu machen.

Nun stellte der Chefingenieur der Firma in einem Youtube-Video den Prototypen eines ersten Raumfahrzeugs vor. Das Arkyd-100 Space Telescope, das sogar nur 11 Kilogramm schwer sein soll, ist ebenfalls als Forschungs-Raumschiff konzipiert. In der Pipeline seien aber bereits zwei weitere, größere Gefährte, sagte er.

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Quelle: n-tv.de

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