Dienstag, 29. Juni 2010
Nicht ohne Nebenwirkungen: Potenzmittel macht schwerhörig
Potenzmittel
können einer US-amerikanischen Studie zufolge zu Hörschäden führen. Vor allem der
Wirkstoff Sildenafil berge ein hohes Risiko für diese Schäden.
Forscher
um Gerald McGwin untersuchten für die Studie rund 11.500 Männer über 40 Jahren.
Teilnehmer, die sogenannte Phosphodiesterase-5-Hemmer, kurz PDE-5-Hemmer, einnahmen,
hätten doppelt so häufig von Hörproblemen berichtet wie Männer, die auf solche Mittel
verzichteten, teilt der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte in Neumünster
mit. Insbesondere der Wirkstoff Sildenafil fiel in der Untersuchung dabei negativ
auf. Die Gefahr von Hörproblemen sei deutlich höher als bei den Wirkstoffen Tadalafil
und Vardenafil.
PDE-5-Hemmer bewirken, dass sich der Blutfluss im Schwellkörper erhöht, erläutert der Berufsverband. Da im Ohr teils ähnliches Gewebe wie im Penis vorhanden sei, förderten die Potenzmittel vermutlich dort ebenfalls die Durchblutung. Das störe das Hörsystem und beeinträchtige das Hörvermögen. Beobachten Anwender von PDE-5-Hemmern Hörprobleme, sollten sie sich an einen Arzt wenden.
dpa
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