Wissen
Scott Kelly hat trotz einer unsanften Landung in der kasachischen Steppe gute Laune.
Scott Kelly hat trotz einer unsanften Landung in der kasachischen Steppe gute Laune.(Foto: dpa)

Gorilla verlässt ISS: Raumfahrer kehren nach einem Jahr zurück

Beinahe ein Jahr verbringen Scott Kelly und Michail Kornijenko auf der Internationalen Raumstation - und brechen damit einen Rekord. Nun sind sie zurück auf der Erde. Vor dem Abschied im All haben sie allerdings noch affenmäßigen Spaß.

Nach fast einem Jahr im Weltall sind der US-Astronaut Scott Kelly und der russische Kosmonaut Michail Kornijenko von der Internationalen Raumstation ISS zur Erde zurückgekehrt. Die Kapsel mit den beiden Männern und ihrem russischen Kollegen Sergej Wolkow landete am frühen Morgen in der früheren Sowjetrepublik Kasachstan in Zentralasien.

Die Mission von Kelly und Kornijenko dauerte etwa doppelt so lange wie sonstige Einsätze auf der ISS und gilt als Test für eine mögliche Reise zum Mars in den kommenden Jahren. Die beiden Männer hatten seit Ende März 2015 in der Schwerelosigkeit gearbeitet. Wolkow war etwa ein halbes Jahr auf der Raumstation in rund 400 Kilometer Höhe.

Kelly ist der erste Nicht-Russe, der einen solch langen Non-Stop-Flug absolviert hat. Seine Zeit im All ist US-Rekord. Helfer trugen die Raumfahrer nach der Landung um 10.26 Uhr Ortszeit (5.26 Uhr MEZ) etwa 150 Kilometer südöstlich von Scheskasgan zu Klappstühlen, wo sie gut gelaunt und in Decken gehüllt in Kameras winkten. Durch den Aufenthalt in der Schwerelosigkeit sind ihre Muskeln geschwächt. Ihr Flug vom Außenposten der Menschheit zurück zur Erde dauerte etwa dreieinhalb Stunden.

Gorilla-Alarm auf ISS

Auf der Raumstation leisten nun noch der Russe Juri Malentschenko, der Brite Timothy Peake und der US-Amerikaner Timothy Kopra Dienst. Kopra übernahm zudem von Kelly das Kommando auf der ISS. "Das ist eine große Ehre für mich. Scott ist ein echtes Vorbild", so Kopra bei der Zeremonie.

Kelly hatte in seinen 340 Tagen im All über 1000 Bilder auf Twitter mit der Welt geteilt und fast eine Million Follower gesammelt. So postete er nicht nur spektakuläre Bilder der Erde, sondern auch ein Video, in dem er mit einem Gorilla-Kostüm bekleidet die Raumstation unsicher macht und seine Kollegen erschreckt.

Der nächste bemannte Start zur ISS vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ist für den 19. März geplant. Dann fliegen zwei Russen und ein Amerikaner zur Raumstation.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen