Montag, 15. März 2010
Ein Klumpen mit kleinen Kratern: Raumsonde schickt Phobos-Bilder
Phobos präsentiert sich detailliert wie nie. Die Bilder, die eine Raumsonde zur Erde schickte, sollen helfen, eine für die kommenden Jahre geplante Landung auf dem Marsmond vorzubereiten.
Der Blick auf die Krater des mehr als 100 Millionen Kilometer entfernten Mondes.
(Foto: dpa)
Ein rundlicher Klumpen mit kleinen Kratern - so zeigt sich der Marsmond Phobos auf den Fotos, die die europäische Raumsonde "Mars Express" bei ihrem nahen Vorbeiflug aufgenommen hat. Es seien die bislang detailreichsten Bilder von Phobos, teilte die Europäische Weltraumorganisation ESA in Paris mit. Sie zeigen eine Stelle, an der eine für 2011 oder 2012 geplante russische Mission landen soll.
Die Sonde hatte sich Anfang März in einer Nacht bis auf knapp 70 Kilometer so nah wie nie zuvor an Phobos angenähert. Die neuen Bilder entstanden auf weiteren Vorbeiflügen, die allerdings nicht ganz so nah an den Trabanten herankamen. Sie seien nützlich, um die Landung der russischen Mission zu planen, betonte die ESA.
Forscher erhoffen sich von den "Mars Express"-Daten auch neue Erkenntnisse über den Ursprung des derzeit mehr als 100 Millionen Kilometer entfernten Mondes. Bislang ist unklar, ob Phobos sich gleichzeitig mit dem Mars oder erst später gebildet hat. Forscher vermuten, dass Teile von Phobos hohl sein könnten. Der 2003 gestartete Orbiter "Mars Express" soll sich noch bis zum 26. März der Erforschung von Phobos widmen. Dann gerät der Mond, der gerade mal 27 mal 22 mal 19 Kilometer misst, vorerst außer Sichtweite.
dpa
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