Mittwoch, 23. Dezember 2009
Ureinwohner bekommen Wald zurück: Reservate in Brasilien freigegeben
Brasilianische Ureinwohner der Assurini auf dem Weltsozialforum 2009 in Belém.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Die brasilianische Regierung hat den Ureinwohnern im Amazonasgebiet neun neue Reservate überlassen. "Wir können nie genug tun für die Ureinwohner, die Schuld ist historisch und man kann sie nicht mit Geld begleichen, sondern nur durch konkrete Gesten", sagte Präsident Luiz Inacio Lula da Silva bei der Unterzeichnung des Dekrets.
In den Reservaten mit einer Gesamtfläche von 50.000 Quadratkilometern leben rund 7000 Indianer. Die Rückgabe der Waldflächen an die Ureinwohner soll sich auch positiv auf den Waldbestand Brasiliens auswirken. Die Regierung hat zugesagt, die Abholzung des Amazonasgebietes bis 2020 um 80 Prozent zu verringern, da diese maßgeblich für den Treibhausgaseffekt in dem Land verantwortlich ist.
Das größte Reservat Trombetas Mapuera ist mit 40.000 Quadratkilometern Wald praktisch so groß wie die Niederlande oder die Schweiz. Dort leben rund 2800 Indianer unterschiedlicher Ethnien, von denen einige Stämme keinerlei Kontakt zur Außenwelt haben.
AFP
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