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Verdorrte Ackerböden und ein brutaler Kampf um die verbleibenden Ressourcen in den trockenen Zonen der Welt: Für Experten der Vereinten Nationen ist dieses Schreckensszenario nicht unrealistisch.
Verdorrte Ackerböden und ein brutaler Kampf um die verbleibenden Ressourcen in den trockenen Zonen der Welt: Für Experten der Vereinten Nationen ist dieses Schreckensszenario nicht unrealistisch.(Foto: picture-alliance/ dpa)
Dienstag, 20. August 2013

"Welterschöpfungstag" immer früher: Ressourcen für 2013 sind aufgebraucht

Der "Welterschöpfungstag" wird in diesem Jahr am 20. August begangen - zwei Tage früher als noch 2012. Die Menschheit lebt von diesem Tag an bis zum Jahresende über ihre Verhältnisse. Sie nimmt sich also mehr von den Ressourcen der Erde, als diese jährlich erneuern und an Treibhausgasen aufnehmen kann.

Sämtliche natürlichen Ressourcen für das Jahr 2013 sind der Umweltorganisation WWF zufolge schon jetzt aufgebraucht. Der 20.8. sei "Welterschöpfungstag", teilte der WWF mit. Mehr könne der Planet innerhalb eines Jahres nicht regenerieren und nachhaltig zur Verfügung stellen. Für den Rest des Jahres lebe die Menschheit "auf Pump" und zehre von den stillen Reserven der Erde.

In diesem Jahr sei der "Welterschöpfungstag" schon zwei Tage eher erreicht als noch 2012, zeigten die Berechnungen des Global Footprint Networks. Besonders besorgniserregend laut WWF: Die Menschheit verbrauche schon seit dreißig Jahren mehr Ressourcen, als nachhaltig vorhanden.

Klimawandel, Artensterben, Wassermangel und der Kollaps der Fischbestände seien klare Anzeichen dafür, dass der Planet unter der Übernutzung leide, sagte der Geschäftsleiter Naturschutz beim WWF Deutschland, Christoph Heinrich. "Bis Ende des Jahres brauchen wir wohl über 150 Prozent der verfügbaren Ressourcen." Etwas dagegen tun könne man beispielsweise durch Energieeffizienz, bewussteren Fleischkonsum und umweltfreundliche Mobilität.

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Quelle: n-tv.de

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