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Der Jupiter ist mit einem Durchmesser von rund 143.000 Kilometern der größte Planet des Sonnensystems.
Der Jupiter ist mit einem Durchmesser von rund 143.000 Kilometern der größte Planet des Sonnensystems.(Foto: REUTERS)

Februar legt einen Tag drauf: Riesenplanet Jupiter glänzt am Himmel

Der Februar schiebt einen Schalttag ein. Jupiter wird im Laufe des Monats zum Planeten der gesamten Nacht und Mars, Saturn und Venus schmücken den Morgenhimmel.

Wenn es im Februar gegen 18 Uhr abends dunkel wird, sind noch keine hellen Planeten am Sternenhimmel vertreten. Erst gegen 21 Uhr zu Monatsanfang taucht am Osthimmel ein heller Lichtpunkt auf: der Riesenplanet Jupiter. Während des Monats verfrühen sich seine Aufgänge. Am letzten Februartag erscheint Jupiter schon gegen 18.45 Uhr über dem Osthorizont. Damit wird er zum Planeten der gesamten Nacht. Anfang März überholt die Erde dann den Riesenplaneten auf der Innenbahn, wobei die geringste Distanz zu ihm erreicht wird. Jupiter wird dann die gesamte Nacht über zu sehen sein und mit seinem Glanz den Sternenhimmel dominieren. Derzeit hält sich der Riesenplanet im Sternbild Löwe auf.

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In der zweiten Nachthälfte erscheint Saturn auf der Himmelsbühne. Der Ringplanet wandert gemächlich durch das Tierkreissternbild Schlangenträger. Es gilt seit 1925 als 13. Sternbild im Tierkreis. Anfang Februar geht Saturn eine Viertelstunde nach 4 Uhr morgens auf, Ende Februar bereits um halb drei.

Auch Mars lässt sich in der zweiten Nachthälfte blicken. Der Rote Planet nimmt im Laufe des Monats deutlich an Helligkeit zu. Ende Februar sind nur noch Venus, Jupiter und Sirius heller als Mars. Auch Kapella im Fuhrmann und Wega in der Leier sind noch ein wenig heller. In der zweiten Maihälfte wird Mars zu einem auffälligen Gestirn, wenn er in Opposition oder Gegenschein zur Sonne kommt. Seine Bahn zieht er durch das Sternbild Waage. Der Marsaufgang erfolgt am 1. des Monats kurz nach halb zwei Uhr morgens und am 29. Februar um 1 Uhr.

Schmale Mondsichel neben Venus

Venus ist weiter am Morgenhimmel vertreten, aber ihr Rückzug kündigt sich an. Im März beendet sie ihre Morgensternperiode. Ab Mitte August wird sie als Abendstern nach Einbruch der Dunkelheit am Westhimmel zu sehen sein. Die schmale Sichel des abnehmenden Mondes passiert am 6. Venus - ein hübscher Anblick, vor allem im Fernglas gegen 7 Uhr morgens, da auch noch Mars und Saturn am Osthimmel stehen.

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In der Nacht vom 23. auf 24. wandert der fast volle Mond auf den hellen Jupiter zu. Gegen 6 Uhr morgens sieht man Jupiter als hellglänzendes Gestirn oberhalb des Mondes. Die Neumondphase wird am 8. um 15.39 Uhr erreicht. Vollmond tritt am 22. um 19.20 Uhr im Sternbild Löwe ein. Seinen erdnächsten Bahnpunkt passiert der Mond am 11., dann trennen ihn 364.360 Kilometer von uns. In Erdferne steht er mit 405.380 Kilometer Distanz am 27. Februar.

Wintersternbilder beherrschen Himmel

Die Wintersternbilder beherrschen noch eindeutig die abendliche Himmelsszene. Der Südhimmel ist reich mit hellen Sternen bestückt. Sirius funkelt bläulich-weiß im Süden. Er ist der hellste Stern am irdischen Firmament. Mit knapp neun Lichtjahren Entfernung gehört er zu den nächsten Nachbarsternen unserer Sonne. Ebenfalls in südlicher Richtung, schon leicht nach Westen gerückt, sieht man das dominierende Sternbild des Winterhimmels, den Himmelsjäger Orion. Hoch über unseren Köpfen entdeckt man die beiden Sternenketten der Zwillinge mit ihren beiden hellen Sternen Kastor und Pollux jeweils am Beginn der Ketten. Ebenfalls in südlicher Richtung steht Prokyon, der Hauptstern des Kleinen Hundes. Sirius im Sternbild Großer Hund und Prokyon haben jeweils einen weißen Zwergstern als Begleiter.

Weiße Zwergsterne sind alte Sterne, bei denen das Atomfeuer erloschen ist. Sie haben etwa so viel Masse wie unsere Sonne, aber nur den Durchmesser wie etwa die Erde. Daraus folgt eine enorme Dichte. Ein würfelzuckergroßes Stückchen Materie aus einem Weißen Zwerg wöge auf der Erde einige Tonnen. Im Osten ist bereits der Löwe aufgegangen. Er kündigt als Leitsternbild des Frühlings die kommende Jahreszeit an. Im Nordosten schiebt sich der Große Wagen langsam höher. Er wird geschoben und nicht gezogen, denn der Wagenkasten geht voran und die Deichsel folgt. Die Kassiopeia in Gestalt des Himmels-W sinkt langsam zum Horizont hinab, erreicht ihn aber als Zirkumpolarsternbild nicht.

Sonne auf aufsteigendem Ast

Die Sonne wandert am aufsteigenden Ast ihrer Jahresbahn. In der Nacht auf den 17. Februar wandert sie um Mitternacht aus dem Sternbild Steinbock in das des Wassermanns. In das Tierkreiszeichen Fische tritt sie am 19. um 7 Uhr morgens. Die Mittagshöhe der Sonne nimmt um fast zehn Grad zu, die Tageslänge wächst in 50° Nord um eine Stunde und 38 Minuten.

Der Februar hat diesmal 29 statt 28 Tage, da nach dem Gregorianischen Kalender 2016 ein Schaltjahr ist. Eingeführt wurde das Schaltjahr bei der Reform des römischen Kalenders durch Gaius Julius Caesar im Jahre 46 vor Christus. Da ein Sonnenjahr um einen Vierteltag länger ist als 365 Tage, wird meistens alle vier Jahre ein Schalttag eingeschoben.

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Quelle: n-tv.de

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