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Roskosmos-Rakete in Baikonur: Auch das dortige Kosmodrom soll modernisiert werden.
Roskosmos-Rakete in Baikonur: Auch das dortige Kosmodrom soll modernisiert werden.(Foto: picture alliance / dpa)

Viele Milliarden für besseres Image: Russland arbeitet an Raumfahrtruf

Die stolze Raumfahrtnation Russland hat in letzter Zeit viele Pannen erlitten, das Image ist angeschlagen. Nun will das Land mithilfe von Milliardeninvestitionen seine Position auf dem "Weltraummarkt" festigen. Zu den Plänen gehören auch Flüge zum Mond.

Nach vielen Raumfahrtpannen will Russland in den kommenden sieben Jahren umgerechnet rund 53 Milliarden Euro in sein Raumfahrtprogramm pumpen. Ziel für die Jahre 2013 bis 2020 sei es, Russlands Position auf dem "Weltraummarkt" zu festigen, teilte die Moskauer Raumfahrtbehörde Roskosmos mit. Moskauer Medien berichteten, dass Russland nach den Tiefschlägen der vergangenen Jahre sein Image verbessern und im Wettlauf mit den USA, Europa und China nicht weiter an Boden verlieren wolle.

Als Kernziele werden bemannte und unbemannte Flüge zum Mond genannt, aber auch der Fertigbau des Weltraumbahnhofs Wostotschny bei Komsomolsk am Amur im äußersten Osten Russlands. Die Kosmodrome in Plessezk (Russland) und Baikonur (Kasachstan) sollen demnach modernisiert werden.

Zudem will die stolze Raumfahrtnation den Anteil an der weltweiten Produktion von Raketen und Flugkörpern ausweiten. 2011 habe dieser Anteil bei 10,7 Prozent gelegen, hinter den USA und Europa, heißt es in dem Papier. Bis 2016 will Russland einen Weltmarktanteil von 16 Prozent erreichen. Für die Raumfahrtentwicklung sollten verstärkt auch private Investoren gefunden werden, teilte Roskosmos mit.

Quelle: n-tv.de

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