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Riechtraining: Schnuppern übt

Einige Patienten mit Riechstörungen können durch gezieltes Training ihren Geruchssinn wieder verbessern. "Bei dieser speziellen Therapie muss der Patient regelmäßig, also morgens und abends je zweimal, an verschiedenen intensiv riechenden Duftstoffen wie Eukalyptus, Zitrone und Gewürznelke schnuppern und kann sein Riechvermögen dadurch trainieren", erläutert Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) in München.

Vor allem sprechen Patienten auf die Therapie an, bei denen nach einer Virusinfektion oder einem Unfall die Nervenverbindungen zwischen Riechzellen und dem Gehirn geschädigt oder abgerissen sind. "Aber auch gesunde Menschen können durch solche Maßnahmen ihr Riechvermögen trimmen", so der Neurologe.

Bei manchen Menschen sind Riechstörungen angeboren, bei den meisten ist der Defekt erworben. Zu den Ursachen gehören Infektionen oder Allergien, die Erkrankungen der Nasennebenhöhlen und des Naseninnenraumes auslösen. Der Verlust von Riech- oder Schmeckvermögen kann auch durch Chemikalien oder Medikamente hervorgerufen werden. In solchen Fällen könne oft bereits die Beseitigung der zugrunde liegenden Erkrankung oder das Absetzen der Medikamente zu einer deutlichen Besserung führen, erläutert Beil. "Wenn der Riechapparat, also die Sinneszellen oder die ins Gehirn führenden Nervenbahnen, beschädigt sind, ist die Therapie ungleich schwieriger."

Quelle: n-tv.de

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