Mittwoch, 29. April 2009
Altes Mittel, neue Wirkung: Schützt Aspirin vor Krebs?
Der Aspirin-Wirkstoff ASS, die Acetylsalicylsäure, könnte nach Einschätzung britischer Forscher das Krebsrisiko im hohen Alter verringern. Dazu müsste etwa im Alter ab 40 Jahren regelmäßig und für mindestens zehn Jahre das Schmerzmittel eingenommen werden, erklärten Wissenschaftler der renommierten Stiftung Cancer Research UK.
Die Wissenschaftler wiesen allerdings auch auf die Nebenwirkungen hin: Eine regelmäßige Einnahme von ASS-Mitteln bewirke Blutungen im Magen-Darm-Trakt und Magengeschwüre.
Für ihre Untersuchung hatten sie dutzende Studien mit insgesamt mehr als 50.000 Teilnehmern ausgewertet. Es sei jedoch noch zu früh, zur Krebsvorsorge eine regelmäßige Einnahme von Aspirin oder Schmerzmitteln mit dem gleichen Wirkstoff zu empfehlen. Auch die Höhe der täglichen Dosis müsse noch erforscht werden.
Da sich im Alter ab 40 Jahren oftmals Vorstufen von Krebs ausbildeten, sei die Einnahme von Aspirin in diesem Alter möglicherweise ein guter Zeitpunkt, um eine Erkrankung einzudämmern oder gar zu verhindern, erklärte der Leiter der Untersuchung, Jack Cuzick von der University of London. Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure blockiere die Wirkung von sogenannten COX-Enzymen, die für das Tumorwachstum verantwortlich sind.
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