Mittwoch, 20. Mai 2009
Amphibien und Reptilien: Stärker gefährdet als Säuger
Frösche, Eidechsen und Salamander gehören zu den am stärksten bedrohten Arten in Europa. Laut einer in Brüssel vorgestellten EU-Studie sind in Europa 23 Prozent der Amphibien und 21 Prozent der Reptilien vom Aussterben bedroht. Diese Arten sind damit noch stärker gefährdet als Säugetiere, die zu 15 Prozent bedroht sind, und Vögel mit 13 Prozent.
Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN stehen inzwischen 27 Reptilien- und 18 Amphibien-Arten, die in Europa vom Aussterben bedroht oder zumindest gefährdet sind. Dazu zählen laut der Studie im Auftrag der Europäischen Kommission die Teneriffa-Rieseneidechse, die auf den Kanarischen Inseln heimisch ist, und der Karpathos-Wasserfrosch, den Forscher vor allem auf den griechischen Insel Rhodos und Karpathos finden.
Laut der Mitautorin der Studie, Helen Temple, übt unter anderem der Klimawandel einen starken Druck auf die reichhaltigen Amphibienbestände in Südeuropa aus. Die Europäische Union hat sich verpflichtet, den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2010 aufzuhalten.
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