Dienstag, 01. September 2009
Gegen illegalen Fischfang: UNO organisiert Allianz
Etappensieg für den Artenschutz: 91 Staaten einigen sich nach Angaben der Vereinten Nationen auf ein Abkommen gegen illegalen Fischfang.Das Abkommen sieht vor, dass in illegalen Fischfang verstrickte Schiffe nicht mehr in die Häfen der Vertragsstaaten einlaufen dürfen. Gesetzeswidrig erbeuteter Fisch kann damit nicht mehr verkauft werden kann, wie die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) in Rom mitteilte. Demnach handelt es sich um das erste derartige internationale Abkommen überhaupt.
Konkret sieht das Abkommen vor, dass ausländische Fischerboote frühzeitig die Genehmigung zum Anlaufen von Häfen einholen und die dortigen Behörden über ihre Fisch-Fracht informieren müssen. Die Behörden der Vertragsstaaten werden ihrerseits verpflichtet, ausländische Fischerboote regelmäßig zu inspizieren.
Zu dem Abkommen bereit erklärt haben sich unter anderem die Europäische Union, Brasilien, Japan, Russland und die USA. Der Vertrag soll in Kürze vom FAO-Rat geprüft und im November von der FAO-Konferenz offiziell angenommen werden. Dann müssen die einzelnen Vertragsstaaten zustimmen. In Kraft tritt das Abkommen, sobald 25 Länder dies getan haben.
Wüsten unter Wasser
Nach Angaben der Internationalen Naturschutz-Union werden rund 14 Prozent des weltweit aus dem Meer geholten Fischs illegal gefangen. Wie die FAO im März mitteilte, gelten knapp ein Fünftel der von der Organisation überwachten wichtigsten Fanggründe weltweit mittlerweile als überfischt - unter anderem der Nordost-Atlantik, der westliche Indische Ozean und der nordwestliche Pazifik.
mmo/AFP
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