Montag, 29. Juni 2009
Gedächtnisleistungen im Vergleich: US-Senioren besser als Briten
Sozialkontakte und Geselligkeit sind für Senioren hilfreich.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
US-Bürger haben einer Studie zufolge im hohen Alter ein sehr viel besseres Gedächtnis als britische Senioren. In einem vor wenigen Tagen in der britischen Fachzeitschrift BMC Geriatrics veröffentlichten "Gedächtnis- und Aufmerksamkeitstest" erzielten 75-jährige US-Amerikaner ebenso gute Ergebnisse wie zehn Jahre jüngere Briten.
Die Senioren mussten sich bei dem Test an Folgen von zehn Wörtern wie "Baum", "Dorf" und Baby" erinnern und den aktuellen Tag samt Datum nennen. Der Autor der Studie Kenneth Langa von der Universität von Michigan zeigte sich "sehr überrascht" über das Ergebnis.
Risikofaktoren, die kognitive Fähigkeiten und die Gedächtnisfunktion einschränken, sind Rauchen, Übergewicht, mangelnde Bewegung und ein hoher Blutdruck. Diese Faktoren sind in den USA eigentlich weiter verbreitet, auch beim Übergewicht liegen die Amerikaner vorn. Langa mutmaßte, dass eine höhere Bildung und höhere Einkommen die Faktoren möglicherweise kompensiert hätten. Außerdem seien Erwachsene in den USA seltener depressiv als ihre britischen Altersgenossen - auch ein Faktor, der die kognitiven Fähigkeiten beeinflusst.
AFP
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