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Samstag, 19. Dezember 2009

Erneut Energierekord aufgestellt: Verschnaufpause für den LHC

Im Februar wird der Teilchenbeschleuniger bereit sein, neue Rekorde aufzustellen.

Im Februar wird der Teilchenbeschleuniger bereit sein, neue Rekorde aufzustellen.
(Foto: AP)

Vier Wochen nach seinem Neustart macht der Teilchenbeschleuniger LHC eine kleine Verschnaufpause, in der er für die nächst höhere Energiestufe gerüstet wird. Bis Februar sollen unter anderem die Sicherungssysteme an die höheren Anforderungen angepasst werden, teilte die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) in Genf mit.

Der deutsche CERN-Direktor Rolf-Dieter Heuer zeigte sich erfreut über die bislang erreichten Ziele. Seit dem Neustart am 20. November seien mehr als eine Million Teilchenkollisionen produziert worden, die nun von Wissenschaftlern in aller Welt ausgewertet würden. In dem 27 Kilometer langen Tunnel bei Genf purzelten die Energierekorde: Am 30. November wurde ein nie dagewesenes Energieniveau von 1,18 Tera-Elektronenvolt (TeV) gemessen. Vergangene Woche waren es schon 2,36 TeV. Im neuen Jahr könnte eine Beschleunigung von bis zu 3,5 TeV erreicht werden. Dann erst versprechen sich die Forscher neue Erkenntnisse aus der Kollision der Protonen. Ziel ist es, wissenschaftliche Rätsel zur Entstehung des Universums und Struktur der Materie zu lösen.

"Das Jahr 2009 hätte nicht besser zu Ende gehen können", sagte CERN-Chef Heuer. Die Systeme seien getestet und Datenmaterial für deren weitere Abstimmung gesammelt worden. Aus diesem Material ergeben sich auch die nun fälligen Anpassungsarbeiten, damit die Anlage im nächsten Jahr erneut höher gefahren werden kann.

AFP

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