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Die Fähigkeit des Körpers zur DNA-Reparatur spielt eine große Rolle, wenn es um das Krebsrisiko geht.
Die Fähigkeit des Körpers zur DNA-Reparatur spielt eine große Rolle, wenn es um das Krebsrisiko geht.(Foto: picture-alliance/ dpa)
Montag, 19. April 2010

Einfache Mittel: Vitamine senken Brustkrebsrisiko

Vitamin- und Kalzium-Präparate scheinen das Brustkrebsrisiko zu reduzieren. Das zumindest ist das Ergebnis einer Studie, die die Amerikanische Gesellschaft für Krebsforschung (AACR) vorgestellt hat.

"Der Effekt ist nicht unmittelbar. Es ist nicht so, dass Sie heute Vitamine schlucken und morgen Ihr Brustkrebsrisiko sinkt", sagt Jaime Matta, Professorin an der Ponce School of Medicine in Puerto Rico. "Aber wir konnten einen längerfristigen Effekt nachweisen."

Nach Matta legen die Forschungsergebnisse nahe, dass Kalzium-Präparate körpereigene Reparaturen an der DNA fördern - ein komplexer biologischer Prozess, an dem mehr als 200 Proteine beteiligt sind. Ist dieser Prozess gestört, kann es zu Krebs kommen. "Wenn die DNA nicht repariert wird, führt das zur Mutation und die wiederum zu Krebs", erklärt Matta.

Für die Studie wurden 268 an Brustkrebs erkrankte und 457 gesunde Frauen untersucht. Das Brustkrebsrisiko stieg mit dem Alter der Frau und Fällen von Brustkrebs in der Familiengeschichte. Außerdem spielt es eine Rolle, ob die Frau gestillt hat und wie hoch die Fähigkeit des Körpers zur DNA-Reparatur ist.

Vitamin-Präparate scheinen das Brustkrebsrisiko um bis zu 30 Prozent zu reduzieren, Kalzium-Präparate sogar um bis zu 40 Prozent. "Wir sprechen nicht von riesigen Mengen dieser Nahrungsergänzungsmittel", so Matta. "Die Einnahme von Vitaminen und Kalzium ist also ein einfacher Weg, um das Krebsrisiko zu senken."

Quelle: n-tv.de

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