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Uruguayische Soldaten desinfizieren einen Straßenzug in der Hauptstadt Montevideo.
Uruguayische Soldaten desinfizieren einen Straßenzug in der Hauptstadt Montevideo.(Foto: picture alliance / dpa)

Vor allem Schwangere betroffen: WHO gibt Reisewarnung für Zika-Gebiete aus

Seit wenigen Monaten grassiert in Südamerika ein Virus, den die Forscher noch nicht so richtig einschätzen können. Klar ist allerdings, dass Zika vor allem für Schwangere eine große Gefahr darstellt. Die WHO reagiert nun auf die Erkenntnisse.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Reisewarnung für Schwangere in Zika-Gebiete herausgegeben. Schwangeren Frauen sei geraten, sich "nicht in Regionen zu begeben, die von der Zika-Epidemie betroffen sind", erklärte die UN-Sonderorganisation. Zuvor hatte die WHO in ihren Richtlinien bereits über die mit einer Reise in Zika-Gebiete verbundenen Risiken informiert. "Generelle Einschränkungen" von Reisen oder Handel mit den betroffenen Ländern lehnte die WHO aber ab.

Die Weltgesundheitsorganisation begründete ihren Vorstoß mit den jüngsten "alarmierenden" wissenschaftlichen Erkenntnissen unter anderem zum Zusammenhang zwischen dem Zika-Virus und schweren Missbildungen bei Babys. Zwar sei noch nicht abschließend sicher, ob das Virus tatsächlich Mikrozephalie, einen abnormal verformten Kopf verbunden mit schweren Hirnschäden bei Babys, auslösen könne. Die WHO wolle aber auch keinen "definitiven Beweis" abwarten, bevor sie Schwangere warne, sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan.

Chan verwies zudem auf weitere mögliche Risiken für Schwangere wie den "Tod des Fötus, Wachstumsverzögerungen und Verletzungen des zentralen Nervensystems". Forscher hatten zuletzt nicht nur eine Verbindung zwischen Zika und Mikrozephalie aufgezeigt, sondern gehen auch davon aus, dass das Virus die schwere Nervenkrankheit mit dem Namen Guillain-Barré-Syndrom auslösen kann. Zika grassiert derzeit vor allem in Südamerika, besonders betroffen ist Brasilien.

Quelle: n-tv.de

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